02.12.2007

DAAD-China-Alumni-Treffen oder Birgitts Party

Von Freitag auf Samstag fand das erste DAAD-China-Alumni-Treffen in Deutschland statt. Es ist geradezu merkwürdig, dass es tatsächlich das erste Treffen dieser Art war, denn beide Seiten können voneinander profitieren. Neben der Atmosphäre eines Klassentreffens, bietet die Veranstaltung die Möglichkeit neue und interessante Leute kennenzulernen. Der DAAD hat die Möglichkeit von den Erfahrungen der Ehemaligen zu profitieren und insbesondere worin Ehemalige Probleme und Chancen sehen.

Da die meisten der Teilnehmer in den 70er und 80er Jahren in China waren, besteht die einmalige Chance den Aufenthalt aus einer langen Rückschau betrachten zu können und Berichte darüber zu sammeln, wie ein solcher Chinaaufenthalt die Biographien der Stipendiaten beeinflusst hat. Ein wichtiger kritischer Punkt war die Rückkehr nach Deutschland und die beanstandete Nicht-Verwertung der Chinaerfahrungen durch deutsche Hochschulen und Firmen. Ein hohes Potential wurde und wird hier noch vergeudet.

Das Treffen war aber nicht nur wegen der Diskussionen ein Erfolg, sondern v.a. wegen den Gesprächen und Bekanntschaften außerhalb der Seminarräume. Ein solches Treffen sollte öfters stattfinden und ich kann nur hoffen, dass Birgitt Böhme später nochmals ein solches Treffen organisiert. Den der Star der Veranstaltung war selbstverständlich sie. Mit über 30-jähriger Erfahrung im China-Referat, hat eigentlich nahezu jeder DAAD-China-Stipendiat irgendwann mit ihr zu tun. Die minutenlangen Ovationen und Lobreden die sie ständig "über sich ergehen" lassen musste zeigten, dass diese Erfahrungen stets positiv waren. Es war eigentlich ihre Party und sie hat sie verdient.