30.04.2008

Bilder aus der Umgebung

Heute: das geschlossene Hotel


Das Hotel ist zu und der Eingang zugenagelt. Was jetzt daraus wird ist noch nicht klar. Es scheint Interessenten zu geben und evtl. wird auch schon etwas im Inneren renoviert.

29.04.2008

Abschied von den Italienern

Heute fliegt die Delegation der esa und der Uni Mailand zurück. Vorher gab es noch ein sehr edles Abschiedsessen. Prof. Li und Vertreter des International Office der Uni waren auch dabei und die Uni hat sich nicht Lumpen lassen. Wir gingen in ein super edles Restaurant. Das Essen war sicherlich nicht billig. Zum Abschied erhielten die Kollegen noch ein Geschenk. Die Vertreter der Uni waren nicht ganz im Bilde und wollten mir auch eines geben, bis Prof Li sie darüber aufklärte, dass ich doch zum "Staff" der Uni Wuhan gehöre.

28.04.2008

Vortrag und gemeinsames Abendessen

Heute gab es einen Vortrag zweier junger Wissenschaftler der Uni Mailand. Danach sind die Beiden mit mir und unseren Studenten Abendessen gegangen. Wir gingen in ein Restaurant in der Nähe des Ostsee. Leider gab es dort sehr viele Moskitos. Wir hatten aber trotzdem Spaß und das Essen war recht gut.

Do nauf laufe!

Gestern Abend kamen Heimatgefühle durch das chinesische Fernsehen in unser Wohnzimmer. Im Rahmen einer Reality-Spielshow über deutsche Gewohnheiten. Die Show soll das merkwürdige Deutschland zeigen, ein Land das für die Chinesen vermutlich so unverständlich ist wie China für uns. Die Teilnehmer müssen verschiedene Aufgagen erfüllen und heute waren sie in Stuttgart um ein Photo im Hauptbahnhof zu machen. Nett war die Urschwäbin die einer Gruppe den Weg erklärte: "Do nauf laufe!" Die Chinesen konnten zwar sowieso kein Deutsch, aber weitergeholfen hätte es ihnen auch nicht.

Später mussten die Gruppen dann eine Wohnung in Stuttgart suchen und noch Zelte aufbauen, da wir Deutschen ja immer mit dem Wohnwagen und dem Zelt verreisen.

27.04.2008

Abendessen mit der esa

Letzte Woche fand in Peking das Kickoff-Symposium für das Dragon-2 Programm statt, einer Kooperation zwischen China und der esa. Auch wir sind daran beteiligt und deswegen besuchen Vertreter der esa und der Politechnischen Universität Mailand unser Institut. Zum Abendessen sind wir dann alle gemeinsam gegangen und ich konnte die Kollegen aus Italien kennenlernen.

23.04.2008

Mobiles lernen

Schon seit einiger Zeit suche ich hier Karteikarten um Lernkarten fürs Vokabellernen zu erstellen. Ich habe alle möglichen Läden abgeklappert, aber nichts gefunden. Dafür habe ich im Internet Flash My Brain entdeckt. Dort kann man Karten erstellen, ausdrucken und sogar auf den iPod herunterladen. Das klingt sehr nett, ist aber mit 40 US-$ auch recht teuer. Außerdem fand ich im Internet einige Kritik über den Support der Firma und die Qualität des Programms.

LexDex ist ein StartUp welches bis zum Sommer diesen Jahres kostenlos ist. Hier kann man aus den Vokabellisten unterschiedlicher Bücher automatisch Lernkarten erzeugen und diese online durchklicken oder auf sein Handy herunterladen. Die Vorteil sind:

  1. Es ist (noch) kostenlos
  2. Man muss die Karten nicht selbst erzeugen
  3. Meine Lernbücher sind in der Liste schon vorhanden (Chinesisch ist eine der ersten Sprache die unterstützt wurde)
Leider kann man die Karten auch nicht selbst erzeugen, selbst wenn man will. Das sollte bis zur kostenpflichtigen Version noch verbessert werden. Mein Handy ist leider auch nicht in der Liste der unterstützenden Handys. Das ist aber kein größeres Problem, denn es handelt sich um eine Java-Applikation die man herunterlädt. Der Unterschied ist die Auflösung des Bildschirms. Ich habe also einfach im Internet ein Modell mit der selben Auflösung gesucht und die Anwendung läuft auch auf meinem offiziell nicht unterstützten Handy.

Die Wörterlisten sind nicht zu 100% identisch mit meinen Büchern. Vermutlich liegt das daran, dass meine Bücher nun auch schon 3-4 Jahre alt sind. Ansonsten finde ich LexDex bisher cool und sehr benutzerfreundlich. Im Praxistest muss es sich aber erst noch beweisen.

22.04.2008

100

Dies ist das hundertste Posting in diesem Blog. Ein kleiner Grund zum Feiern. Bislang lief alles nach Plan, denn der Plan war ja, dass nichts nach Plan läuft. Die Einstellung dauert länger als gedacht und eine schnellere und vor allem stabilere Internetverbindung im Büro wäre nicht schlecht.

Anderes lief auch besser als geplant. Wir haben eine hübsche Wohnung, Jingjin hat eine gute Arbeit und wir haben schon einige neue Leute kennengelernt. Alles in allem können wir also zufrieden sein.

21.04.2008

Einkaufen in Carrefour

Letzten Samstag waren wir, trotz der chinesischen Proteste rund um Carrefour (siehe Spiegel), dort einkaufen. Jingjin wollte zunächst zu Metro gehen, da es offensichtlich vor dem Carrefour in Hankou eine große Demonstration gab. Auf dem Weg zu Metro sahen wir jedoch, dass beim Carrefour in Wuchang niemand protestierte. Daher gingen wir dann doch dort einkaufen. Der Supermarkt war vielleicht etwas leerer als an einem normalen Samstag, aber immernoch gut besucht. In Deutschland würde man sagen: brechend voll.

Als wir nach Hause gingen hatten sich dann doch drei Chinesen mit zwei chinesischen Fahnen zum Protest versammelt, sind dann aber auch gleich wieder abgezogen. Die Proteste mögen zwar punktuell sein, die Boykottaufrufe sind es aber nicht. Vermutlich hat schon nahezu jeder Chinese von dem Aufruf gehört, nicht jeder folgt ihm.

20.04.2008

Samis Geburtstag

Am Samstag feierte Sami seinen Geburtstag. Zunächst blieben wir beim Kiosk im Ausländerwohnheim und verlegten dann, auch wegen des regnerischen Wetters, ins Vox. Dort blieben Jingjin und ich allerdings nicht so lange, da wir heute morgen aufstehen mussten um bei einer Sprachschule kurz einen Demokurs zu unterrichten.

18.04.2008

Müssen die ausländischen Studenten China während der Olympischen Spiele verlassen?

Gestern Abend ging diese Meldung durch einige Online-Zeitungen. Ausgelöst wurde die bislang unbestätigte Meldung von einem Sprecher der Pekinger Universität der behauptete, dass alle ausländischen Studenten im Sommer das Land verlassen müssen. Offiziell ist die Meldung bislang weder bestätigt noch dementiert wordden.

Vermutlich handelt es sich um eine Ente, denn die meisten der Studenten die längere Zeit studieren haben ein mehrjähriges Visum. Sie können kaum betroffen sein. Das Studenten deren Visum im Sommer ausläuft evtl. Probleme bei der Beantragung eines neuen Visums bekommen ist auf Grund der allgemein verschärften Visapolitik Chinas denkbar.

siehe:

Unischerheit bei chinesischer Visapolitik - SZ

China verschärft Regeln für Ausländer - Handelsblatt

Olympische Spiele: Gaststudenten bekommen in China Probleme - Welt

17.04.2008

Formen des Protestes

Heute habe ich einen Geldschein entdeckt, auf dem anscheinend Anti-kommunistische bzw. Anti-Regierungsparolen geschrieben sind. Anscheinend mit einer Telefonnummer in den USA (001). Ein Blick in das zu meiner Überraschung heute erreichbare Wikipedia ergibt, dass es sich dabei um eine gebührenfreie Nummer (866) in den USA handelt.

Neuigkeiten

Naja, keine großen Neuigkeiten. Jingjin hat erneut beim Postdoc-Büro angerufen. Anscheinend kommen meine Dokumente am 24. beim Hubei-Provinzbüro an und werden dann zurück an die Wuda geschickt. Das kann dann natürlich auch nochmal dauern, aber immerhin wurde jetzt ein konkreter Termin genannt. Hoffentlich ist es dann Anfang Mai wirklich soweit.

Das Hotel hat jetzt wohl noch mehr Ärger. Der Besitzer hat anscheinend die ausstehenden Beträge und die Strafe wg. Schwarzarbeit nicht gezahlt (so steht es an der Tür). Er scheint der Stadt ca. 25000 Euro zu schulden und so wie es aussieht machen sie den Laden jetzt dicht.

16.04.2008

Was macht eigentlich.... Jingjin?

Eine gute Frage. Jingjin arbeitet als Versicherungsmaklerin. Sie versucht Versicherungen zu verkaufen und das Geschäft ist nicht einfach. Sie muss viele Kunden treffen und dies oft auch nach der eigentlichen Arbeitszeit. Sie ist viel unterwegs und muss den Leuten Versicherungen aufquatschen.

Bei dieser Arbeit kann man in China (nicht nur da) viel Geld verdienen, aber es ist sehr anstrengend und man muss viele Beziehungen (Guanxi) haben. Da Jingjin erst damit angefangen hat, ist es noch zu früh zu sagen ob sie zu diesem Beruf passt und ob es ihr gelingt viele Versicherungen zu verkaufen. Noch muss sie lernen wie man Gespräche führt und Kunden gewinnt.

Fest steht allerdings schon jetzt: für mich wäre das nichts.

15.04.2008

Neues vom Hotel

Gestern Abend, nachdem Jingjin und ich uns den Bauch mit brasilianischem BBQ vollgeschlagen haben, fanden wir eine große Gruppe von Leuten (ca. 20) und einige Polizisten vor dem Hotel. Keine Ahnung was genau los war. Heute morgen stand dann ein Polizeifahrzeug vor der Tür und mehr öffentliche Bekanntmachungen hingen an der Tür zum immer noch geschlossenen Hotel.

14.04.2008

Das Hotel ist zu

Das Hotel vor unserer Wohnung wurde von der Stadt geschlossen. Das geschah anscheinend schon vor ein paar Tagen, gestern Abend ist es mir bei meiner Rückkehr aus Peking aufgefallen. Kein Licht und die Türen sind geschlossen. Im Hotel sind noch ein paar Angestellte beim Karten spielen. Die Stadt hat das Hotel anscheinend wegen Schwarzarbeit geschlossen. Die Gelder für die Renten- und Krankenversicherung der Mitarbeiter wurden nicht ordnungsgemäß gezahlt, deswegen wurde der Laden dicht gemacht.

13.04.2008

Das DAAD-Treffen

Von Samstag auf Sonntag fand das erste DAAD-Alumni-Treffen in China statt. Ungefähr 50 Teilnehmer, die (fast) alle derzeit in China leben, machten sich auf den Weg. Eine sehr interessant Mischung, sowohl fachlich als auch menschlich. Jung und alt, Wissenschaftler und Businessman nebeneinander. Es gab spannende und bewegende Erfahrungsberichte aus Peking im Jahre 1989 oder aus Chengdu in den 90er Jahren. Wir hörten über Public Relations und Krisenmanagement und diskutierten über die Notwendigkeit und Möglichkeit des Aufbaus eines Alumni-Netzwerkes. Der DAAD arbeitet schon lange am Alumninetzwerk in China, allerdings nur für Chinesen die in Deutschland studiert haben. Die Alumniarbeit für die Deutschen wurde lange Zeit vernachlässigt. Sie wird eigentlich noch vernachlässigt, denn unser Treffen war nicht nur das erste DAAD-Alumnitreffen dieser Art in China, sondern weltweit.


Abends gab es Gelegenheit beim Abendessen und anschließenden Bier den Erfahrungsaustausch zu vertiefen. Da die Gruppe mit ca. 50 Personen nicht zu groß war, konnte man jeden kennenlernen und hatte reichlich Gelegenheit sich mit interessanten Menschen auszutauschen.

11.04.2008

Ab nach Peking

Mit dem Flieger geht es heute nach Peking, denn am Wochenende findet das "1. Treffen der Deutschen DAAD-Alumni in China" statt. Die Maschine landet am neuen Terminal 3, der wirklich modern und architektonisch sehr gelungen ist. Alles läuft problemlos und ich finde auch schnell den Bus in die Stadt. Das Hotel liegt am Duftberg, also etwas außerhalb von Peking. Auf dem Weg dorthin fiel mir auf, dass sich die Bewohner Pekings ja richtig in einer Reihe anstellen. Es gibt kein Gedrängel am Busbahnhof und alles sieht sehr zivilisiert aus. Später erklärte mir jemand, dass immer am 11ten eines Monats, dass geordnete Anstehen geübt wird. Kollektive Schule für gutes Benehmen, Olympia lässt grüßen.



Das Hotel ist ganz nett und die Zimmer sind groß und gut ausgestattet. Wie ich später feststellte ist allerdings das Frühstück, das Mittagessen und die Bar eher mittelmäßig.


Nach dem einchecken und einer kurzen Pause machte ich mich auf den Weg ins Zentrum. Ich besuchte das Deutsch-Chinesische Wissenschaftszentrum. Der Direktor nahm sich eine Stunde Zeit und wir unterhielten uns über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten.


Nach diesem interessanten Besuch machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Ich wollte in der Nähe des Tiananmen-Platzes etwas essen gehen. Aber die Gegend mit den kleinen Restaurants wird im Moment komplett abgerissen. Ob das noch bis zur Olympiade fertig wird? Stattdessen ging ich dann zum KFC. Nach Sonnenuntergang machte ich noch ein paar Bilder vom Platz des Himmlischen Friedens.


Dann schnappte ich mir ein Taxi um noch einen Blick auf die Barstraße zu werfen. Wenn man nicht auf die Schlepper dort hört, kann man ganz nette Bars mit live Musik und akzeptablen Preisen finden. Alleine macht es allerdings nicht so viel Spaß, weswegen ich mich relativ früh auf den Rückweg machte.

10.04.2008

Es geht aufwärts mit meinem Chinesisch

Zugegeben, es gibt Tage, da ist mein Chinesisch schlecht und niemand versteht mich. In letzter Zeit geschieht dies jedoch seltener und ich merke selber wie ich mich verbessere. Da ich schon einen gewissen Level habe, geht es jetzt auch deutlich schneller. Ich kann mehr und mehr Wörter aus anderen Wörtern ableiten, bzw. deren Sinn schneller verstehen.

Heute las ich einen Aushang an unserem Haus. Es gibt morgen zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr kein Wasser. Abgesehen von der schlechten Nachricht, die mich kaum betrifft, da ich morgen nach Peking fliege, war ich doch erstaunt, dass ich diese Nachricht sofort und ohne nachzudenken verstanden habe. Später habe ich die Nachricht nochmal gelesen (um auf Nummer sicher zu gehen). Ein Chinese sieht es und erklärt mir nochmal was dort steht. Ich fand das sehr nett.

Ist der Fackellauf ein PR-Desaster?

Die Sichtweise auf die Ereignisse unterscheidet sich sehr stark zwischen der „westlichen“ Wahrnehmung und der chinesischen Sicht der Dinge. Dies liegt unter anderem an der unterschiedlichen Mediendarstellung, aber auch daran, dass der Mittelpunkt der Welt aus chinesischer Sicht eben nicht in Europa liegt. Für die chinesische Führung ist Olympia in erster Linie ein innenpolitisches Ereignis und erst in zweiter Linie ein außenpolitisches. Wichtig ist es für die Führung das eigene Volk um sich zu scharen und die Legitimation und Zustimmung für die Regierung aufrecht zu erhalten, insbesondere in Zeiten der Krise. Es ist eine Krise in China, aber keineswegs wegen Olympia. Was die Leute hier berührt sind die steigenden Preise, insbesondere für Lebensmittel. It’s the economy, stupid!

Die Proteste während des Fackellaufs werden im Westen gerne als PR-Desaster für China verkauft. Außenpolitisch und aus Sicht des Westens mag das stimmen, aber innenpolitisch ist das nicht so. Es wird hier durchaus über die Ereignisse berichtet, sowohl im Fernsehen als auch in den Zeitungen. Der Unterschied liegt an einer anderen Sichtweise auf die Dinge und auch an den Berichten außerhalb der Medien, z.B. in Blog-Einträgen oder Augenzeugenberichten. Diese „chinesische“ Sicht wird im Westen vermieden, da die Herzen auf Seiten der armen unterdrückten Tibeter sind, deren „kultureller Holocaust“ kurz bevor steht.

EastSouthNorthWest hat einen schönen Bericht über die behinderte Fackelträgerin JinJing übersetzt. Es sind Geschichten wie ihre die die Menschen hier bewegen und die auch ein anderes Bild auf die Proteste werfen.

Angriffe und Schläge auf eine behinderte Frau sind nicht wirklich gewaltfrei und wirken erbärmlich. Solche Ereignisse lassen die Menschen hier enger unter der Führung zusammenrücken und Berichte und Bilder über den heroischen Kampf der behinderten JinJing um die Flamme sind eine weit bessere Propaganda für die chinesische Führung als es sich die alten Herren jemals hätten ausdenken können.

Wenn man dem Bericht Glauben schenken darf, dann wurde ist Flamme in Paris auch nicht erloschen. Auch diese Zeitungsmeldung ist vermutlich falsch. Fest steht, in dem Moment als JinJing angegriffen wurde, war ihre Fackel noch gar nicht entzündet. Später durfte sie das Feuer noch abseits der ursprünglich geplanten Strecke tragen.


09.04.2008

Deutschentreff

Heute trafen Jingjin und ich uns mit Judith sowie der Post-doktorandin Sonja und ihrem Freund. Sonja hat ein Post-Doc Stipendium vom DAAD bekommen und arbeitet seit März in Wuhan. Eigentlich haben wir uns alle nur über Zufall kennengelernt, was schade ist, denn eigentlich sollten wir Deutschen Wissenschaftler uns hier besser vernetzen.

Wir sind in einem mir bislang unbekannten Lokal nahe dem Haupttor der Uni Hotpot essen gegangen. Das Lokal war neu und ich hab es vorhin schon von außen gesehen und dann vorgeschlagen. Wir waren allerdings die einzigen Gäste, entweder weil das Lokal neu oder schlecht ist. Das Essen und der Preis waren aber OK, daher ist es schwer zu sagen warum niemand sonst dort war. Da niemand sonst da war konnten wir uns in Ruhe unterhalten und hatten Spaß. Judith und ich konnten die beiden "Neuen" (Sonja hat allerdings schon weit mehr Chinaerfahrung als ich) vor dem Sommer in Wuhan warnen und Horrorgeschichten erzählen. Das Schlimme ist: die Geschichten sind wahr und waren eher untertrieben, aber das werden die Beiden bald selbst herausfinden.

Was macht eigentlich..... mein Arbeitsvertrag?

Eine gute Frage. Er wird immernoch von der Hubei Provinzverwaltung bearbeitet. Niemand weiss wie lange es dauern wird, denn eigentlich müsste es schon erledigt sein. Tja, da heisst es wiedermal abwarten....

08.04.2008

Besuch aus Stuttgart

Morgens komme ich bei LIESMARS an und lese, dass Prof. K. von der FH aus Stuttgart einen Vortrag hält. Den muss ich mir natürlich anschauen. Vor seinem Vortrag schaue ich noch bei ihm vorbei und stelle mich vor. Während des Vortrags ruft mich Prof. Liao an und sagt mir, dass ein Prof. aus Stuttgart da ist (Schnellmerker) und er lädt mich zum gemeinsamen Abendessen ein. Da komme ich natürlich mit.

Das Abendessen war wirklich sehr lecker und ich hatte die Gelegenheit andere Prof. kennenzulernen und ein bisschen die Beziehungen zu verbessern. Abends lud ich dann Prof. K. und seine Frau ein mit mir BBQ essen zu gehen. Leider hatte der BBQ-Platz heute nicht geöffnet (?). Wir sind dann einfach etwas durch die Stadt spazieren gegangen und ich habe etwas vom Leben in Wuhan erzählt.

06.04.2008

Spätzle mit Tomatensauce

Heute habe ich zum ersten Mal in China selbst gekocht. Immer hat irgendetwas gefehlt. Zunächst unsere Pfannen. Dann hatten wir kein Öl und keine Zutaten. Als wir am Freitag alles zusammen hatten ging unser Gasherd plötzlich nicht mehr. Heute aber konnte ich loslegen und meine Spätzlespresse ausprobieren. Hat wunderbar geklappt und auch prima geschmeckt. An der Tomatensauce muss ich allerdings noch ein paar Dinge verbessern. Hier kann man keine passierten Tomaten kaufen, also versuchte ich es mit frischen Tomaten. Das hat wunderbar geklappt und sehr gut geschmeckt, allerdings habe ich zuwenig Tomaten verwendet.

04.04.2008

3-Tage Wochenende

In China kehrt der Fortschritt ein. Heute ist der Vorabend zu Qīngmíng Jié 清明节 und dieser ist dieses Jahr ein Feiertag. Es gibt tatsächlich drei Tage frei. Keine Vor- oder Nacharbeit um die versäumte Arbeitszeit aufzuholen, sondern einfach nur drei freie Tage. Super! Und das Wetter scheint heute auch ganz OK zu sein. Heute sind es noch 20°, am Sonntag sind schon 29° vorhergesagt.

Dafür gibt es dieses Jahr zum 1. Mai nur noch einen freien Tag statt den bisherigen drei. Nun was ist aber Qīngmíng Jié? Auf Englisch spricht man vom Tomb Sweeping Festival. An diesem Tag gehen vor allem die Männer zu den Gräbern ihrer Ahnen um ihrer zu Gendenken.

02.04.2008

Zu Besuch bei Judith

Gestern besuchte ich Judith. Sie ist Deusch-Lektorin hier an der Uni und schon seit 2004 in Wuhan. Dementsprechend hatten wir uns einiges zu erzählen und hatten einen netten Abend beo gutem europäischen Brot, Bauernwurst, Käse und Wein. Ihr kleiner Hund Tudou (Kartoffel) war ganz gierig auf die gute Bauernwurst, musste aber lange warten bis er letztlich eine Kleinigkeit abbekommen hat.

01.04.2008

Wie ich beinahe Englischlehrer geworden wäre

Fast hätte ich mir ein Zubrot als Englischlehrer verdient. Jingjin und ich haben eine Sprachschule gefunden, ich habe mich vorgestellt und wäre eingestellt worden. Doch nach einer gewissen Bedenkzeit, habe ich das Angebot dann doch nicht angenommen. Erstens wäre ich als Englischlehrer eigentlich ziemlich untragbar. Meine einzige Qualifikation ist meine weiße Hautfarbe und das reicht nun wirklich nicht. Zweitens wäre der Job im e-Learning Department gewesen, ich hätte also Fernkurse per Computer gegeben. Darauf hatte ich noch weniger Lust. Drittens waren die Arbeitszeiten zu lang, denn ich suche nur eine kleine Nebenbeschäftigung.