Der Stern online entwickelt sich langsam zu meiner neuen Lieblingsnachrichtenquelle aus Deutschland. Insbesondere die Olympiaberichterstattung erscheint mir weit besser und ausgeglichener als die Anti-China-Kampagnen des Spiegel. Der Spiegel online erscheint mir zwar immer etwas aktueller, aber der Stern liefert wirklich gute Hintergrundberichte, meiner Meinung nach weit besser recherchiert als die des Spiegels. Auch die Kolumne von Jens Fischer hat sich gebessert und ich lese sie jeden Tag gerne. Besonders gefällt mir die Kolumne "Hier spricht China" von Zhang, Yuanchen. Sie versucht aufzuklären über China und erklärt China aus ihrer Sicht.
"Sexy Tanzen? Sorry, das müssen wir erst noch lernen" ist ein schöner Artikel von ihr. Darin bespricht sie einen Punkt der mir hier immer wieder auffällt und den auch Jingjin jetzt an ihrem Heimatland kritisiert: es gibt keine Parties. Studenten machen keine Parties und es gibt keinerlei Partykultur. Das ist jetzt Mißverständlich, denn Chinesen feiern gerne und auch Studenten feiern zusammen. Ich behaupte daher, Chinesen können sehr gut feiern, aber keine Parties machen. Wo ist der Unterschied? Zusammen feiern definiere ich hier als ein Fest mit Freunden. Man kennt sich, geht zusammen essen, trinken, Karaoke singen, usw. Das kann unheimlich viel Spaß machen und Chinesen, insbesondere wenn sie keine Studenten mehr sind, machen das z.T. sehr ausgelassen. Eine Party hingegen ist ein Event, bei dem ich mit mir unbekannten Menschen zusammen feier. Wir lernen uns erst auf der Party kennen. Das ist hier wirklich sehr selten. Man feiert zusammen mit Freunden, die man, wie Zhang, Yuanchen es so schön formuliert: "unter einen Hut bringen muss", aber nicht mit Fremden.
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