Dann fuhr ich in die Deutsche Botschaft, denn ich war eingeladen zum Empfang der Botschaft. Über 2300 Gäste bevölkerten das Botschaftsgelände. Die meisten im Anzug oder in Ausgehuniform. Ich war casual, also etwas underdressed, aber noch im Rahmen. Ich hab mich umgeschaut, ob ich vielleicht jemanden kenne aber niemanden entdeckt. Ist auch nicht so leicht bei so vielen Gästen. Dann habe ich mich an der Schlange zum Essen angestellt. Es dauerte ewig, das Essen war aber ziemlich gut. In der Schlange kam man ins Gespräch und so gesellte ich mich zu einer Gruppe Architekten.
Die Botschaft
Wir stellten dann fest, dass wir exakt an der falschen Schlange angestanden hatten, überall sonst ging es deutlich schneller. Statt Bier und Wein sind wir dann auf Champagne umgestiegen und die freundlichen Damen vom Lufthansa Partyservice kamen kaum hinterher. Bevor ich nach Hause bin habe ich mich noch mit einem älteren Herrn unterhalten, der auch mit uns in der Schlange wartete. Ein Mitarbeiter des Generalkonsulats in Shanghai wie sich herausstellte. Ich sagte ihm mir würden die Bierkrüge hier gut gefallen und ich würde am Liebsten einen klauen, ist ja schließlich ein altes Hobby von mir. Er meinte, dass wäre schon in Ordnung und ich könnte ihn einfach mitnehmen. Gesagt getan und so habe ich jetzt einen Bierkrug zu Hause.
Verpasst habe ich Ex-Bundeskanzler Schröder, der sich auch auf der Party herumgetrieben hat. Ministerpräsident Wulf habe ich zwar gesehen, aber das ist kein Ersatz. Herrn Schröder hätte ich schon gerne mal gesehen. Mit berühmten Personen vertraute Mitarbeiter versicherten mir, dass beide, Schröder und Wulf, sehr nette und umgängliche Menschen seien, was man allerdings von vielen ihrer Berufskollegen nicht sagen könnte.





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