08.10.2008

Empfang zum Tag der Deutschen Einheit

Mit dem Flieger ging es morgens nach Beijing zu einem Meeting mit Infoterra. Das Wetter in Beijing ist super und die Luft ist sehr klar. Nach meiner Ankunft hatte ich zunächst Probleme mein Hotel zu finden. Es ist versteckt in einem Hutong und ich hatte Schwierigkeiten die Adresse zu interpretieren. Schließlich habe ich es aber doch gefunden und bin gleich eingezogen. Dann ging es ab zu Infoterra. Ralf hat mich dann auch gleich zum Mittagessen ins deutsche Restaurant "Schindler" eingeladen. Dort hatte ich ziemlich leckeres Schweinefilet mit Käsespätzle. Nach unserem Meeting bin ich dann schnell ins Taxi gesprungen um noch vor Dienstende das Deutsch-Chinesische Wissenschaftszentrum zu erreichen. Dort habe ich ein kleines Paket für den chinesischen Direktor abgegeben und dann ging es mit dem Taxi zurück ins Hotel.

Dann fuhr ich in die Deutsche Botschaft, denn ich war eingeladen zum Empfang der Botschaft. Über 2300 Gäste bevölkerten das Botschaftsgelände. Die meisten im Anzug oder in Ausgehuniform. Ich war casual, also etwas underdressed, aber noch im Rahmen. Ich hab mich umgeschaut, ob ich vielleicht jemanden kenne aber niemanden entdeckt. Ist auch nicht so leicht bei so vielen Gästen. Dann habe ich mich an der Schlange zum Essen angestellt. Es dauerte ewig, das Essen war aber ziemlich gut. In der Schlange kam man ins Gespräch und so gesellte ich mich zu einer Gruppe Architekten.



Die Botschaft

Wir stellten dann fest, dass wir exakt an der falschen Schlange angestanden hatten, überall sonst ging es deutlich schneller. Statt Bier und Wein sind wir dann auf Champagne umgestiegen und die freundlichen Damen vom Lufthansa Partyservice kamen kaum hinterher. Bevor ich nach Hause bin habe ich mich noch mit einem älteren Herrn unterhalten, der auch mit uns in der Schlange wartete. Ein Mitarbeiter des Generalkonsulats in Shanghai wie sich herausstellte. Ich sagte ihm mir würden die Bierkrüge hier gut gefallen und ich würde am Liebsten einen klauen, ist ja schließlich ein altes Hobby von mir. Er meinte, dass wäre schon in Ordnung und ich könnte ihn einfach mitnehmen. Gesagt getan und so habe ich jetzt einen Bierkrug zu Hause.

Verpasst habe ich Ex-Bundeskanzler Schröder, der sich auch auf der Party herumgetrieben hat. Ministerpräsident Wulf habe ich zwar gesehen, aber das ist kein Ersatz. Herrn Schröder hätte ich schon gerne mal gesehen. Mit berühmten Personen vertraute Mitarbeiter versicherten mir, dass beide, Schröder und Wulf, sehr nette und umgängliche Menschen seien, was man allerdings von vielen ihrer Berufskollegen nicht sagen könnte.

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