29.11.2008

Internationales Festival an der Uni

Gestern war albanischer Nationalfeiertag, eigentlich gestern und heute. Gestern feiert man die Unabhängigkeit von den Türken und heute von den Deutschen. Daher haben wir gestern natürlich zusammen angestoßen.

Heute ist das Internationale Festival des Foreign Student College der Uni. Die Studenten aus den verschiedenen Ländern bereiten typische nationale Gerichte und Getränke zu und präsentieren ihr Land auf dem Sportplatz der Uni. Daher waren gestern alle beschäftigt mit den Vorbereitungen. Jingjin und ich sind nachmittags hingegangen. Sie hat noch zwei Arbeitskollegen mitgenommen und wir haben uns die Stände angeschaut. Wir kamen allerdings recht spät, das Essen war größtenteils schon weg. Von den Franzosen konnte ich mir, dank guter Beziehungen, noch einen Glühwein erschnorren und Fleisch gab es noch bei Mauritius.

Der Sportplatz war voller Chinesen, die sich die Länder angeschaut haben. Einige hatten traditionelle Trachten an und waren begehrte Photoobjektive. Insbesondere die Japanerinnen im Kimono und einige Afrikaner in Landestracht sorgten für regen Zulauf.

Sammeln für Sami

Die letzten vier Monate hatte Sami kein gültiges Visum mehr. Kurz vor und während der Olympischen Spiele wurde die Visavergabe stark eingeschränkt und Sami entschied sich bis nach den Spielen zu warten. Mit Hilfe von, anscheinend einflussreichen Bekannten, gelang es ihm nun das Problem zu lösen. Er bekommt ein neues Visum. Nach vier Monaten ohne Visum kann man in China auch in Abschiebehaft kommen. Aber Wuhan ist nicht Shanghai oder Peking und die Regeln werden hier nicht so streng ausgelegt. Er musste nur 5000 RMB Strafe zahlen. Das ist üblich, die Strafe beträgt 500 RMB pro Tag, maximal aber 5000 RMB.

Sein größeres Problem war die Arbeitserlaubnis für sein Arbeitsvisum. Zuerst wollten die Behörden es nicht anerkennen, dass ausländische Übersetzer gebraucht werden. Diesen Job könnten ja auch Chinesen erledigen. Er erläuterte, dass er ja nicht Englisch übersetzen würde, sondern Arabisch. Nach kurzer Diskussion mit dem Büroleiter, bekam er dann die Arbeitserlaubnis. Jetzt muss er noch nach HongKong für das Z-Visum.

Alles zusammen brauchte er ca. 7000-8000 EMB für die Strafe, den Trip nach HongKong und das neue Visum. Seine Freunde und Landsleute haben gesammelt und wir alle hoffen jetzt, dass er möglichst schnell viel Geld verdient um es uns zurückzuzahlen.

27.11.2008

Post-Doc Vortragsreihe

Kaum war Wei weg, da musste ich auch schon zur Vortragsreihe für die Postdocs. Nachdem ich daran gestern telefonisch erinnert wurde, hatte ich ja auch keine andere Wahl. Der Vortragende Prof. fand das auch ganz lustig und hat sich so gefreut, dass er meine Anwesenheit gleich zweimal in seinem Vortrag erwähnt hat. Beim Vortrag ging es um LIDAR, allerdings auf ziemlich niedrigen Niveau für ein Seminar für PostDocs, die alle zumindestens aus der Fachrichtung Geomatics kommen, also wenigstens etwas Ahnung haben sollten. Ich konnte zwar nicht alles verstehen, aber dank westlicher Namen und Bezeichnungen wusste ich ungefähr, dass der Anfang seines Vortrages daraus bestand zu erklären was Laserscanning eigentlich ist.

Der zweite Teil war interessanter, da berichtete er von seinem Einsatz nach dem Erdbeben im Mai diesen Jahres. Das Flugzeug und der Laserscanner der Uni waren dabei und haben die künstlichen Dämme vermessen. Von diesem Teil seines Vortrages hätte ich gern mehr verstanden.

Nach seinem Vortrag bin ich natürlich gleich vorgetigert, habe ihm meine Visitenkarte in die Hand gedrückt und ihm gesagt, dass ich seine Daten haben will. Ich bin halt ein alter Gierschlund und Abgreifer. Er hat zugesagt und ich hoffe es wird was daraus.

Überraschender Besuch aus Deutschland

Gestern kam überraschend Wei. Ohne Vorwarnung schneit er einfach bei mir ins Büro. Er hatte leider keine Zeit, da er heute Wuhan schon wieder verlässt, aber trotzdem haben wir das bisschen Zeit genutzt um uns zu unterhalten. Nachdem er jetzt, nach mehr als zwei Jahren, endlich seine Diplomarbeit fertig gestellt hat, sucht er erstmal Arbeit und brauchte dazu ein paar Dokumente aus Wuhan. Außerdem hat er noch ein paar Bekannte, die ebenfalls früher in Stuttgart studiert haben, getroffen. Ich hatte abends leider keine Zeit mitzukommen, aber es wäre sicher sehr lustig geworden. Ich hoffe er hat das nächste Mal etwas mehr Zeit.

26.11.2008

Mehr Geld und eine neue Wohnung

Die Miete frisst einen Großteil unseres Budget auf, was liegt also näher als nach Ablauf des Mietvertrages eine Wohnung in der Wuhan University zu nehmen. Damals haben wir uns eine eigene Mietwohnung gesucht, da es ziemlich lange gedauert hat bis ich offiziell eingestellt wurde und wir so sehr lange in der kleinen Wohnung der Schwiegereltern hätten wohnen müssen.

Gestern sind wir zusammen zum PostDoc-Büro der Uni getigert. Dort hat man uns geholfen, aber die gute Wohnung ist im Moment besetzt, doch für den Mieter ist es eh seit einem halben Jahr Zeit auszuziehen, erklärte uns die "Büroleiterin Wang" (ja, so sagt man dass hier). Sie rief auch gleich den Mieter an und vor Ort wurde geklärt, dass er bis Mitte Dezember raus muss. Das Ganze war recht einvernehmlich, da sie auch gefragt hat wie lange er die Wohnung noch braucht und wir sagten, dass wir die Wohnung erst ab nächstem Jahr benötigen.

Büroleiterin Wang hat mit auch gleich eine neue Bankkarte gegeben. Hubei-Provinz, ja die Pfeiffen die meine Einstellung wochenlang verzögert haben, waren großzügig und gewähren mir eine Bonuszahlung. Nicht nur mir, sondern vielen PostDocs. Immerhin 600 RMB extra pro Monat gibt es rückwirkend für dieses Jahr. Das sind Nachrichten die man gerne hört.

Aber nicht nur dass, mein Prof. hat mir gesagt, dass der 985-Antrag genehmigt wurde und ich zusätzliches Geld bekomme. 985 ist die Exzellenzinitiative in China und da ich ja ach so exzellent bin, wird mein kärgliches Gehalt jetzt aufgestockt. Mein Prof. meinte auch gleich, dass ich ja jetzt mehr verdienen würde als er, was nach zunächst einmal stimmt. Doch das Festgehalt ist hier nur ein Teil der Bezahlung und ich muss keineswegs für meinen Prof. jetzt sammeln gehen. Projektmittel und Bonuszahlungen machen hier den grossen Unterschied. Bonuszahlungen, wie z.B. die 600 RMB monatlich von der Hubei-Provinz.

Die Waschmaschine

Gut ich gebe gerne zu es hat ziemlich lange gedauert und es war alles unsere Schuld, aber endlisch ist unsere gute Miele Waschmaschine wieder einsatzbereit. Beschädigt wurde sie beim Umzug. Der nächste Miele-Service war in Hong Kong. Zunächst war uns das Ersatzteil zu teuer, dann haben wir uns gedacht die Waschmaschine hier tut es doch. Dem ist aber nicht so, denn die Waschmaschinen hier sind furchtbar schlecht, denn a) waschen sie nicht, wobei sie b) die Kleider entfärben und zerstören. Eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Eine Meisterleistung im vertrödeln und Nix-Zustandebringen haben dann Jingjin und ich hingelegt. Mit mehreren Versuchen das Problem selbst zu lösen, die alle nichts brachten.

Letztlich, als wir dann vor einem Monat das Geld nach Hong Kong überweisen wollten, es hat lange genug gedauert herauszufinden wie das am günstigsten geht, kam auch die beste Nachricht: Miele ist nun auch in China vertreten. Das Geld konnten wir also flugs überweisen und das Ersatzteil hatten wir auch schnell zur Hand. Ein Siemens-Techniker hat es uns dann eingebaut. Endlich wieder saubere Wäsche.

24.11.2008

Ein ruhiges Wochenende

Das ruhige Wochenende wurde bereits am Donnerstagabend mit einem Abendessen mit Sonja und Torsten eingeleitet. Am Freitag habe ich dann auch etwas früher Feierabend gemacht und bin mit Jingjin Essen gegangen. Das Wochenende haben wir gemütlich zu Hause verbracht. Wir haben die Winterklamotten aus den Kisten geholt und in die Sonne gehängt, denn langsam nähert sich der Winter.

20.11.2008

Wütende Laowais und warum Chinesen nicht Auto fahren können

Die "Angry Laowai ideology" trifft man in China immer wieder und sie äußert sich zumeist darin, dass DIE (sprich die Chinesen) alle dämlich sind und alles falsch machen, aus welchem Grund auch immer. Typischerweise ein Kulturschockproblem. Da hier vieles anders läuft, ist es relativ einfach so zu denken. Besonders als ich dieses Jahr hier ankam, habe ich mich auch oft über all die "Idioten" hier aufgeregt. In der Zwischenzeit ist das kaum noch der Fall, mit einer Ausnahme: dem Verkehr.

Beinahe täglich schüttel ich den Kopf über die Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer hier. Da wird blind bei rot über die Kreuzung gefahren, kreuz und quer abgebogen vom Spurwechseln und überholen mal gar nicht zu reden. Gestern abend war aber mal wieder ein Höhepunkt vor unserer Wohnung. Die Baustelle dort behindert den Verkehr und es war ein ziemliches Feierabendstauchaos. Auf dem Gehweg kommt mir prompt ein Taxi entgegen, dass dem Stau entgehen will. Im Prinzip eine prima Idee, doch gibt es auch auf dem Gehweg eine Baustelle und keine Möglichkeit ihr auszuweichen. Der Bordstein ist ziemlich hoch und ein Auto setzt dort mit Sicherheit auf. Nun der erste Taxifahrer hat das auch erkannt und umgedreht.

Aber wie immer: wenn einer an der Schlange vorbeizieht, dann folgen ihm weitere. So auch diesmal. Die nachfolgenden Autos haben sich nicht davon abhalten lassen, dass ihr Vordermann offenbar wendet, sondern sind munter hinterhergefahren, blind ins Verderben. Nun dauert das Wenden auf dem Gehweg relativ lang und so entstand auch auf dem Gehweg ein passables Verkehrschaos, da es vorne kein durchkommen gab, die Autos also wenden mussten, die Fahrer hinten aber dachten weiterhin es wäre eine prima Idee auf dem Gehweg am Stau "vorbeizuziehen". Das Chaos war lustig anzuschauen, insbesondere da lange Zeit niemand ein Einsehen hatte, dass da vorne offensichtlich kein durchkommen ist.

19.11.2008

Geld zurück

Heute war großer Geld zurück Tag in unserer Arbeitsgruppe. Nachdem wir unsere Fapiaos (Rechnungen) gesammelt und zusammengetragen hatten ging gestern ein Student zur Rechnungsstelle und hat die Dinger gesammelt abgegeben. Heute wollte mein Prof. das Geld an uns überweisen, da ihm die Schlange jedoch zu lang war, hat er es einfach in bar vorbei gebracht. Die Rechnungsstelle ist echt nett, denn sie hat alle meine Fapiaos akzeptiert ohne Murren und Knurren, falls doch, dann haben sie ja den armen Studenten angeknurrt und nicht mich. Ein nettes System.

Zum Mittag haben wir dann unsere beiden thailändischen Austauschstudenten verabschiedet. Mein Prof. war heute der Meinung, dass wir zu ihrem Abschied Schnapps trinken sollten. Eigentlich ist er ja kein Fan davon und ich weiss nicht was ihn heute geritten hat. Wahrscheinlich hat er auch alle seine Fapiaos unbeanstandet bezahlt bekommen und war entsprechend happy. Die beiden Thais haben ganz gut mitgehalten und unsere Studis alt aussehen lassen.

Nachmittags hab ich mir dann einen QQ Account besorgt. QQ ist das in China am weitesten verbreitete Chatprogramm. Ich hatte es bislang nicht installiert, da es ziemlich Scheisse programmiert ist, mich aber dann breitschlagen lassen es auf meinem Geschäftsrechner zu installieren. Die alte Version hat nicht funktioniert, aber die neuste 2009_preview gab es sogar auf Englisch und läuft ganz gut. Sieht auch deutlich besser und stabiler aus als die alten Versionen die ich noch kannte. Unsere Arbeitsgruppe hat einen QQ-Account und Nachrichten an die Studenten können so schnell und problemlos verteilt werden.

15.11.2008

Geburtstagsgeschenk

Die besten Geschenke macht man sich ja bekanntlich selbst, deswegen habe ich mir ein neues Handy zugelegt. Schon lange wollte ich mir eines kaufen, denn mein altes Handy kann keine chinesischen Schriftzeichen anzeigen. Es ist immer mühsam jemandem zu erklären, dass man zwar seine SMS bekommen hat sie aber nicht lesen kann. "Nein, ich kann die SMS auch niemandem zeigen der sie für mich übersetzen könnte." "Warum?" "Weil mein Handy die Zeichen nicht mal anzeigt." Das reicht als Erklärung im übrigen nicht, da die Leute einen meistens einfach für zu dumm halten um a) sein Handy zu bedienen und b) um jemanden zum übersetzen zu finden.

Naja, das Problem ist ja jetzt erstmal gelöst.

13.11.2008

Geburtstagsfeier

Nachmittags hat mich meine Mutter angerufen und mir gratuliert. Eine Reihe von Emails trafen ein, die ich bislang noch nicht beantwortet habe. Abends sind Jingjin und ich dann mit ihren Eltern Essen gegangen. Wir gingen diesmal ins Kaowei Bierhaus zum Hotpotessen. Das Essen war lecker und das Bier nicht schlecht. Meine Oma hat mich während dem Essen angerufen und um mich mit ihr zu verständigen musste ich laut genug ins Telefon schreien. In Deutschland wäre das vergleichsweise peinlich gewesen, hier ist das ziemlich normal.

Nachdem Hotpot Buffet waren wir pappsatt und konnten nicht mal mehr den Kuchen Essen den Jingjin für mich gekauft hat. Der ist dann morgen fällig.

Ralf besucht Wuhan

Gestern kam Ralf, der Vetreter Infoterras in China/Asien, zu Besuch nach Wuhan. LIESMARS hat ihm ein Hotel besorgt und ich hab ihn am Flughafen abgeholt. Die lange Autofahrt zum Hotel konnten wir gleich nutzen um ein paar Dinge zu besprechen. Da das Hotel der Uni, Hongyi, voll war, wurde ihm ein Raum in einem relativ neuen Hotel gebucht.

Danach wollten wir dann bei Gianno's Pizza essen, doch offensichtlich hat Giannos geschlossen oder ist umgezogen. Stattdessen sind wir dann zu Show & Tea gegangen um noch etwas zu Essen und an der Präsentation zu basteln. Ralf hat mir auch gleich ein Geburtstagsgeschenk mitgebracht: die Daten der Wuhan Test Site und eine Tafel deutsche Schokolade. Die Schokolade wurde dann auch gleich zu Hause verputzt.

Ralfs Präsentation heute morgen war ziemlich gut und ich denke er konnte auch die Studenten gut erreichen. Sie haben ziemlich gut mitgemacht. Wir haben danach noch mit Zhang und meinem Prof. über die weitere Zusammenarbeit diskutiert. Danach gab es noch ein Mittagessen und dann musste Ralf auch schon wieder zurück nach Peking zu Frau und Kind.

12.11.2008

Endlich ERDAS

Ehrlich gesagt, endlich ist etwas übertrieben, denn obwohl manches hier ewig dauert, bekam ich mein ERDAS relativ schnell installiert. Wir sind ja schließlich auch Partner von Leica Geosystems. Aber ganz so einfach war es dann doch nicht, denn obwohl ich wusste, dass wir eine floating license haben, wusste ich nicht wo ich die Software herbekommen soll. Auf Chinesisch habe ich mich durchgefragt. Obwohl es eigentlich einfach hätte sein sollen, wurde das Ganze dadurch verkompliziert, dass sowohl der License als auch der Download-Server abgestürzt sind. Ich dachte natürlich zuerst man hätte mir die falschen Adressen genannt, aber dass war nicht das Problem. Letztlich hat sich aber unser Admin darum gekümmert und heute konnte ich alles installieren und es läuft problemlos.

10.11.2008

Büromaterial

Gestern waren Jingjin und ich weiteres Material für mein Büro einkaufen, also Papier, Locher, Ordner, usw. Das wird nicht von der Uni gestellt, sondern wird über Projektmittel finanziert. Ich habe dafür zwei Projekttöpfe, einen allgemeinen für meine Zeit als PostDoc und ein Projekt von LIESMARS. Jingjin kennt einen guten Laden für Büromaterial bei dem sie 10% Rabatt bekommt. Das Beste an dem Rabatt ist, dass trotzdem volle 100% auf der Rechnung stehen. Der Laden liefert auch ins Büro und so haben wir alles zu LIESMARS liefern lassen und alles wurde auch heute morgen prompt geliefert. Das ist wirklich ein guter Service und so langsam bin ich geradezu überausgestattet an Büromaterial.

09.11.2008

Einweihungsparty für das neue Blue Sky

Samstagabend um 19:00 Uhr eröffnete das neue Blue Sky Cafe mit einer Party. Sami und ich sind natürlich hin und haben uns an den Freigetränken und dem Buffet erfreut. Die Party war natürlich gut besucht von den "üblichen Verdächtigen", den Stammkunden. Das neue Blue Sky Cafe ist edler eingerichtet und zielt eindeutig auf die besser betuchte Kundschaft, was strategisch sicherlich richtig ist.

07.11.2008

Ein Drucker fürs Office

Da ich bis Ende des Jahres noch ein paar tausend RMB an Projektmitteln zu verheizen habe, habe ich gleich einen Drucker für das neue Büro bestellt. Naja, eigentlich wollte ich ja zunächst losziehen und selbst einen kaufen, aber mein Prof meinte er könne einen bestellen, dass sei auch bequemer. Gesagt getan. Ich schaue noch kurz auf arlt.com nachwas es denn gerade so an Druckern gibt und entscheide mich für einen preiswerten von Samsung. Mein Prof rümpft die Nase und meint zu billig, also wird kurzerhand ein HP gekauft.

Die Bestellung klappt wunderbar und der Drucker wird ins Büro geliefert und angeschlossen, funktioniert aber nicht richtig. Hier zeigt sich dann der Vorteil der Bestellung: der Händler nahm das Ding einfach wieder mit. Gestern kam er dann mit einem funktionierenden Drucker an. Geld wollte er auch keins, nur eine Unterschrift. Dabei wollte ich das doch eigentlich von meinen Projektmitteln abbuchen. Naja, irgendwie wird die Rechnung schon den Weg zurück zu mir finden.

Der neue Drucker, ein HP Laserjet P10086 ist ganz OK und druckt recht schnell. Leider wird er nur über USB angeschlossen. Da wir den Drucker im Büro zu zweit verwenden wollen, haben wir daher gleich noch einen USB Switch mitbestellt. Das funktioniert ziemlich gut und ist deutlich billiger als ein Netzwerkdrucker.

Meine Beschwerde über die unsägliche Sperrung von sourgeforce scheint gewirkt zu haben. Die Seite ist wieder frei zugänglich.

05.11.2008

Jingin gibt ihren Job auf

Gestern war Jingjin bei einem anderen Frauenarzt, in einer etwas besseren Klinik. Dort hat man sich mehr Zeit, aber natürlich auch mehr Geld, genommen. Die Ärztin hat ihr empfohlen in den nächsten Tagen jede Anstrengung zu vermeiden. Daher hat Jingjin sich entschlossen den Job aufzugeben. Gestern war dann auch gleich die Schwiegermutter zu Hause hat gekocht und aufgeräumt. Ein Segen, dass ich nicht alles verstehe, denn heute kommt sie schon wieder.

03.11.2008

Ein Lied über Zensur

Was hat denn wiedermal the Great Firewall geritten. Jetzt ist plötzlich sourceforge.net geblockt. Gerade bin ich dabei Software auf meinem Bürorechner zu installieren und kann diese nur über Proxies downloaden. Das nervt.

Ansonsten kommt man mit der Internetzensur hier eigentlich ganz gut zurecht, da es einfach ist sie auszuhebeln. Blogs kann man über Google Reader problemlos lesen. Google Reader lenkt diese um und die wordpress.com Zensur läuft so ins Leere. Blogspot ist zur Zeit nicht geblockt, aber selbst wenn lässt sich dies alleine per Google Reader umgehen. Es gibt außerdem zahlreiche Firefox-AddOns die hervorragende Arbeit leisten und geblockte Seiten per Knopfdruck anzeigen und es mir auch so erlauben die Software von sourceforge.net zu beziehen. Es dauert nur etwas länger und nervt.

Abgesehen von sourceforge.net stört mich die Zensur momentan kaum, da sie sich kinderleicht umgehen lässt. Es ist ja auch nicht nur China welches zensiert. Die Türkei zensiert deutlich mehr, u.a. auch YouTube, wordpress.com und auch Richard Dawkins homepage, da er es sich erlaubt hat den Vollidioten Adnan Otkar als Vollidioten zu bezeichnen. Leider wird dies immer wieder gerne vergessen, wenn darüber berichtet wird wie Böse die chinesische Zensur ist. Die Zensur hier ist zwar nervig, aber es ist vor allem erstaunlich wie einfach sie sich aushebeln lässt.

Aber genug davon, den Rest können die Ärzte erzählen:





[Update]
Blogspot.com ist zur Zeit doch mal wieder geblockt, dank dem Firefox AddOn gladder, habe ich das gar nicht bemerkt

02.11.2008

Hochzeitsfeier

Zu Mittag ging es wiedermal zu einer Hochzeit. Eine entfernte Verwandte von Jingjin heiratete. Die Hochzeit war riesig, ca. 300-400 Gäste. Das Essen war jedoch nur mäßig, wir waren dementsprechend enttäuscht. Die Hochzeit selbst war zwar sicherlich teuer, gab jedoch meiner Meinung nach zu wenig Gesicht. Die Eltern des Bräutigams kamen gar nicht zu Wort, der Bräutigam hielt auch keine Rede und statt seines Chefs kam nur irgendeine Tussi von der Personalabteilung seiner Firma. Da hilft alles Geld der Eltern der Braut nichts.... und dann noch das Essen, oh je....

01.11.2008

Im Krankenhaus-Supermarkt

Heute waren Jingjin und ich im "Wuhan Mutter und Kind Krankenhaus". Wie vermutet, ist sie tatsächlich schwanger. Das Krankenhaus selbst ist ziemlich bekannt in Wuhan und nicht weit von unserer Wohnung. Die Abfertigung ist allerdings ein reiner Massenbetrieb. Nachdem wir uns das "Ticket" für die Behandlung gekauft haben, ging es auch sofort zur Behandlung. Massen von Patienten und Angehörigen sind überall im Krankenhaus. Wir kamen jedoch trotzdem sehr schnell an die Reihe. Ich durfte nicht mit in den Behandlungsraum, aber Jingjin hab nur eine Urinprobe ab, kurzer Test, die Behandlung war auch schon zu Ende. Eine Ultraschalluntersuchung wollte die Ärztin nicht machen.