26.12.2008

Chinas Superpostdocs

Mein Antrag auf Förderung eines Postdoc-Projektes ist tatsächlich durchgegangen. Nachdem ich den Antrag mit Hilfe von Jingjin und Studenten auf Chinesisch verfasst hatte, hatte ich eigentlich nicht viel Hoffnung, dass er genehmigt wird. Eine spätere Rückübersetzung des Antrags ins Deutsche förderte haarsträubende Übersetzungsfehler zu Tage, die mir in der Hektik vorher nicht aufgefallen waren. Im Antrag arbeite ich z.B. konsequent mit Echtzeit-SAR-Bildern, was auch immer das sein mag. Von der Übersetzung und einigen Stilblüten abgesehen, war es jedoch kein schlechter Antrag und die Reviewer hatten offensichtlich Gnade vor Recht ergehen lassen. Insgesamt haben 231 PostDocs eine Förderung über 50.000 RMB erhalten, 1114 Postdocs (darunter ich) erhalten 30.000 RMB. Die Förderquote ist sehr gering, nur 15 Postdocs der Wuhan University wurden berücksichtigt und ich bin der Einzige der Wuhan University aus dem Bereich Vermessungswesen.

Mein Büro

Der Anruf gestern, bei dem mir die freudige Nachricht überbracht wurde war sehr interessant. Die Anruferin hat sich v.a. dafür eingesetzt, dass ich mich bei Frau Wang vom Postdoc-Büro bedanken soll, da sie sich anscheinend sehr für mich ins Zeug gelegt hat und in Peking nochmal extra ein oder zwei gute Wörter für mich eingelegt hat. Darüber hinaus hieß es, dass 30.000 ja sehr schön sind, man sich davon auch ordentlich was leisten kann (soviel zum Thema Projektmittel) und das ich auch keinen Abschlussbericht abgeben müsse. Ja, so hat man das gerne und da kann sich die DFG ruhig mal ein paar Scheiben von abschneiden.

Natürlich bin ich heute gleich ins Postdoc-Office gegangen und hab mich bedankt und ein paar Weihnachtsgeschenke mitgebracht. Für Frau Wang habe ich mich nicht lumpen lassen und eine große Packung Ferrero Rocher (kostet hier 10 Euro) auf den Tisch gestellt.

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