
Das Hotel ist zu und der Eingang zugenagelt. Was jetzt daraus wird ist noch nicht klar. Es scheint Interessenten zu geben und evtl. wird auch schon etwas im Inneren renoviert.
Die Proteste während des Fackellaufs werden im Westen gerne als PR-Desaster für China verkauft. Außenpolitisch und aus Sicht des Westens mag das stimmen, aber innenpolitisch ist das nicht so. Es wird hier durchaus über die Ereignisse berichtet, sowohl im Fernsehen als auch in den Zeitungen. Der Unterschied liegt an einer anderen Sichtweise auf die Dinge und auch an den Berichten außerhalb der Medien, z.B. in Blog-Einträgen oder Augenzeugenberichten. Diese „chinesische“ Sicht wird im Westen vermieden, da die Herzen auf Seiten der armen unterdrückten Tibeter sind, deren „kultureller Holocaust“ kurz bevor steht.
EastSouthNorthWest hat einen schönen Bericht über die behinderte Fackelträgerin JinJing übersetzt. Es sind Geschichten wie ihre die die Menschen hier bewegen und die auch ein anderes Bild auf die Proteste werfen.
Angriffe und Schläge auf eine behinderte Frau sind nicht wirklich gewaltfrei und wirken erbärmlich. Solche Ereignisse lassen die Menschen hier enger unter der Führung zusammenrücken und Berichte und Bilder über den heroischen Kampf der behinderten JinJing um die Flamme sind eine weit bessere Propaganda für die chinesische Führung als es sich die alten Herren jemals hätten ausdenken können.
Wenn man dem Bericht Glauben schenken darf, dann wurde ist Flamme in Paris auch nicht erloschen. Auch diese Zeitungsmeldung ist vermutlich falsch. Fest steht, in dem Moment als JinJing angegriffen wurde, war ihre Fackel noch gar nicht entzündet. Später durfte sie das Feuer noch abseits der ursprünglich geplanten Strecke tragen.
