08.01.2009

Es kommt immer darauf an wen man fragt

Neben der Vorbereitung des Umzuges, sind wir auch immernoch damit beschäftigt eine Genehmigung für die anzustehende Geburt zu bekommen. Mein Schwiegervater ging hierzu zu verschiedenen Stellen die jeweils eine andere Antwort hatten. Letztlich wollten sie eine bestätigte Übersetzung meiner Ledigkeitsbescheinigung vor unserer Hochzeit. Ein ziemlich sinnloses Papier, da es nichts über evtl. bereits vorhandene Kinder in Deutschland aussagt, denn eigentlich geht es nur noch darum ob ich schon Kinder in Deutschland habe.

Letztlich war dies aber auch eine Falschinformation. Mein Schwiegervater fragte einfach immer die falschen Leute. Als Jingjin bei der dafür wirklich zuständigen Verantwortlichen fragte, war die Antwort: "Nein, dieses Dokument braucht man nicht." Jingjin hat nur ihre Papiere, sowie unsere Heiratsurkunde und meinen Reisepass bei der Wuhan University vorzulegen, ein Formular im Internet auszufüllen und ein anderes Formular zu unterschreiben. Das klingt deutlich einfacher, obwohl ich wiederum nicht durchblicke welche Behörde jetzt genau welches Formular braucht.

Tatsächlich ist dies nicht untypisch für China. Neben der extremen Bürokratie, sind Falschauskünfte ein wirkliches Problem. Ich habe zwar schon früher darauf hingewiesen, vorsichtig und diplomatisch, dass Schwiegervater evtl. ja die falsche Person gefragt haben könnte. Aus Erfahrung weiß ich, dass obwohl kein Fachwissen vorhanden, Antworten gegeben werden um nicht das Gesicht zu verlieren und um den lästigen Frager loszuwerden. Man muss sehr genau wissen wen man fragt und man braucht mehr Zeit herauszufinden wer der richtige Ansprechpartner ist, als man für die Antwort braucht.

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