27.02.2009
Judith zu Besuch
Gestern kam uns Judith besuchen. Sie brachte eine Büchse deutsche Leberwurst mit und wir besorgten etwas Brot und Käse. Ein richtiges deutsches Abendbrot. Dazu gab es noch Rotwein und wir unterhielten uns bis spät in die Nacht. Man merkt, Judith ist Deutschlehrerin und sie kann langsam und sehr deutlich sprechen, so dass Jingjin fast alles verstehen konnte.
24.02.2009
Sami kocht
Sami und Anne-Claire haben uns gestern zum Abendessen eingeladen. Es gab selbstgemachtes Sushi, Curry und weitere Leckereien. Es wurde dann doch etwas später bis Jingjin und ich nach Hause gingen und so sitze ich heute etwas übermüdet im Büro und quäle mich durch das URBAN Paper. Vielleicht ist es besser, wenn ich heute nur Abbildungen zeichne...
22.02.2009
Jingjins Geburtstag
Gestern war Jingjins Geburtstag und zur Feier des Tages sind wir mit ihren Eltern Essen gegangen. Diesmal Brasilianisches BBQ. Leckeres Buffet und die Bedienung kommt regelmäßig vorbei und bringt Fleischnachschub. All-you-can-eat BBQ..... wir gingen natürlich pappsatt nach Hause.

Heute traf sich Jingjin mit ein paar ihrer Freunde um den Geburtstag nachzufeiern. Der Kuchen blieb noch vom Geburtstagsessen gestern übrig. Jingjins Eltern haben ihr einen schönen Geburtstagskuchen gekauft, aber wir waren gestern alle zu voll um ihn zu esssen.
Heute traf sich Jingjin mit ein paar ihrer Freunde um den Geburtstag nachzufeiern. Der Kuchen blieb noch vom Geburtstagsessen gestern übrig. Jingjins Eltern haben ihr einen schönen Geburtstagskuchen gekauft, aber wir waren gestern alle zu voll um ihn zu esssen.
20.02.2009
Shifu geht in Rente
Unser Shifu, sprich Meister, oder in dem Fall Hausmeister, ist in Rente gegangen. Heute ist er ausgezogen und wir wissen noch nicht, wann der neue kommt. Ansonsten war die Woche von der Arbeit geprägt. Die ganze Zeit Papers schreiben. Zwei Journalpapers kamen aus dem Review zurück und mussten korrigiert werden, außerdem war am Montag das Paper für die Konferenz in Chengdu fällig und es wurde auch Zeit, dass ich mit dem URBAN Paper anfange. Vor lauter Paper kam ich nichtmal dazu den Antrag auf Projektmittel vorzubereiten. Das ist dann, neben den Papers, für nächste Woche geplant. Ich hoffe ich hab bald auch mal wieder Zeit was vernünftiges zu machen.
15.02.2009
Valentinstag
Statt teuer Essen gehen, habe ich entschieden, dass ich ein leckeres Essen koche und wir zu Hause bei Kerzenlicht ein romantisches Abendessen haben. Vor dem Essen steht jedoch das einkaufen und so machte ich mich auf den Weg zu Metro. Warum Metro? Da es bei Metro meiner Meinung nach das beste Fleisch gibt. In den anderen Geschäften gibt es zwar auch gutes Fleisch, aber um z.B. ein Schweinefilet zu bekommen muss man auch wissen wie man das auf Chinesisch sagt. Bei Metro gibt es einen Plan der anzeigt wo das Fleisch herkommt und man kann es sich in Ruhe anschauen. Um also Schweinefilet zu kaufen hatte ich eine Strategie die drei Kriterien umfasste:
Bei Metro angekommen schloss ich meinen Rucksack ein, bekam jedoch keine Quittung vom Automaten und musste daher am Servicedesk um Hilfe fragen. Man gab mir schließlich meinen Rucksack wieder, nachdem ich erklärte was im Schließfach enthalten sei.
Auf dem Weg zurück machte ich mich schon darauf gefaßt kein Taxi zu bekommen. Es war schon 18:00 Uhr. Um diese Uhrzeit ist es nie einfach ein Taxi zu bekommen, da die Essenszeit mit dem Shichtwechsel der Taxibetriebe zusammenfällt. Am Valentinstag war natürlich besonders viel Betrieb und wer was auf sich fährt seinen Valentinsschatz mit dem Taxi in ein gutes Restaurant. Ich hatte allerdings Glück und fand sehr schnell ein freies Taxi, so dass ich zu Hause gleich mit dem kochen anfangen konnte.
- Position des Filetfleischs bei Wikipedia ausfindig machen und mit dem Chart vergleichen
- Aussehen und Form des Fleisches begutachten
- Das teuerste Schweinefleisch kaufen
Bei Metro angekommen schloss ich meinen Rucksack ein, bekam jedoch keine Quittung vom Automaten und musste daher am Servicedesk um Hilfe fragen. Man gab mir schließlich meinen Rucksack wieder, nachdem ich erklärte was im Schließfach enthalten sei.
Auf dem Weg zurück machte ich mich schon darauf gefaßt kein Taxi zu bekommen. Es war schon 18:00 Uhr. Um diese Uhrzeit ist es nie einfach ein Taxi zu bekommen, da die Essenszeit mit dem Shichtwechsel der Taxibetriebe zusammenfällt. Am Valentinstag war natürlich besonders viel Betrieb und wer was auf sich fährt seinen Valentinsschatz mit dem Taxi in ein gutes Restaurant. Ich hatte allerdings Glück und fand sehr schnell ein freies Taxi, so dass ich zu Hause gleich mit dem kochen anfangen konnte.
14.02.2009
Unsere Wohnung
Das Arbeitszimmer
Wasserspender, Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner-Kombination
Das Wohnzimmer
Die Küche. Leider haben wir nur eine Herdplatte.
13.02.2009
Vorsorgeuntersuchung
Outings
Gestern Abend war das Wetter wunderbar: Sonnenschein bei bis zu 27°. Da die Wettervorhersage für das Wochenende eher trübe ausfällt, habe ich das Wetter ausgenutzt und bin mal wieder auf ein Bier ins Studentenwohnheim gegangen. Dort ist ja immer was los.
Gestern morgen, so wurde mir berichtet, ist eine Studentin übergeschnappt. Nachdem sie sich die Kleider vom Leib gerissen hat um wild brabbelnd auf der Straße herumzurennen, wurde zunächst ihre Blöße bedeckt und sie kam dann in eine Nervenheilanstalt. In China ist das sicher kein Spaß, davon abgesehen, dass es auch ein Entzug des Visums zur Folge hat.
Abends war das Gesprächsthema jedoch ein anderes: eine Studentin und gute Freundin versteckt sich. Sie hat eine Freundin und es wird Zeit, dass sie zugibt lesbisch zu sein. Sie traute es sich aber nicht, da sie, verständlicherweise, die Reaktionen ihrer Freunde fürchtete. Am Abend hat sie es sich dann doch getraut. Wie gesagt, im Studentenwohnheim ist immer was los.
Gestern morgen, so wurde mir berichtet, ist eine Studentin übergeschnappt. Nachdem sie sich die Kleider vom Leib gerissen hat um wild brabbelnd auf der Straße herumzurennen, wurde zunächst ihre Blöße bedeckt und sie kam dann in eine Nervenheilanstalt. In China ist das sicher kein Spaß, davon abgesehen, dass es auch ein Entzug des Visums zur Folge hat.
Abends war das Gesprächsthema jedoch ein anderes: eine Studentin und gute Freundin versteckt sich. Sie hat eine Freundin und es wird Zeit, dass sie zugibt lesbisch zu sein. Sie traute es sich aber nicht, da sie, verständlicherweise, die Reaktionen ihrer Freunde fürchtete. Am Abend hat sie es sich dann doch getraut. Wie gesagt, im Studentenwohnheim ist immer was los.
10.02.2009
Getting things done
Eigentlich versuche ich in China nicht mehr als eine Sache am Tag zu erledigen, da erwartungsgemäß alles immer viel länger dauert als angenommen. Heute machte ich von der Regel jedoch eine Ausnahme. In der Mittagspause eröffnete ich zunächst ein Konto bei der größten Bank der Welt (nach dem Zusammenbruch der Ami-Banken): der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). Natürlich dauerte das deutlich länger als angenommen. Die Formulare mussten mehrmals ausgefüllt werden und trotzdem haben sie es geschafft meinen Namen falsch zu schreiben. Das neu eröffnete Konto wurde wieder gelöscht und ein neues Konto, diesmal mit dem richtigen Namen eröffnet. So ähnlich läuft jeder Bankbesuch ab, nichts ungewöhnliches also.
Danach gingen Jingjin und ich zur Polizei. Als Ausländer muss man ja immer schön seinen Aufenthaltsort mitteilen. Da wir vor dem Frühlingsfest von der Polizei weggeschickt wurden (Keine Zeit), erledigten wir dies eben jetzt. Nach kurzem Hin- und Her wurde unser Anliegen auch bearbeitet. Zunächst war man allerdings der Meinung ich wäre völlig falsch und die Uni würde das übernehmen. Nachdem wir dann erklärten, dass ich kein Student bin sondern Angestellter dere Uni und auch nicht im Wohnheim wohne, wurde das entsprechende Formular ausgefüllt. Natürlich hatte ich kein Passphoto dabei, doch der Polizist war damit einverstanden, dass Jingjin alleine ein Photo vorbeibringt, so dass ich arbeiten gehen konnte. Ich war ja auch nur zwei Stunden zu spät dran.
Nach Feierabend waren wir noch Haare schneiden und konnten tatsächlich eine Schwimmmütze kaufen. Diese brauche ich, damit ich im Hallenbad schwimmen gehen kann. Soviel Dinge habe ich in China selten an einem Tag erledigt bekommen. Lief auch ja (fast) problemlos.
Danach gingen Jingjin und ich zur Polizei. Als Ausländer muss man ja immer schön seinen Aufenthaltsort mitteilen. Da wir vor dem Frühlingsfest von der Polizei weggeschickt wurden (Keine Zeit), erledigten wir dies eben jetzt. Nach kurzem Hin- und Her wurde unser Anliegen auch bearbeitet. Zunächst war man allerdings der Meinung ich wäre völlig falsch und die Uni würde das übernehmen. Nachdem wir dann erklärten, dass ich kein Student bin sondern Angestellter dere Uni und auch nicht im Wohnheim wohne, wurde das entsprechende Formular ausgefüllt. Natürlich hatte ich kein Passphoto dabei, doch der Polizist war damit einverstanden, dass Jingjin alleine ein Photo vorbeibringt, so dass ich arbeiten gehen konnte. Ich war ja auch nur zwei Stunden zu spät dran.
Nach Feierabend waren wir noch Haare schneiden und konnten tatsächlich eine Schwimmmütze kaufen. Diese brauche ich, damit ich im Hallenbad schwimmen gehen kann. Soviel Dinge habe ich in China selten an einem Tag erledigt bekommen. Lief auch ja (fast) problemlos.
Feuer im neuen CCTV Tower
Twitter war wieder einmal schneller. Die chinesischen Medien wurden überrumpelt von den andauernden Berichten über die Brandkatastrophe im CCTV Tower / Mandarin-Hotel. Dort ging ein geplantes Feuerwerk offensichtlich in die Hose. Twitter ist auch schneller als jeder mögliche Zensurversuch. Die Frage ist nun, wird Twitter in China gesperrt?


(mehr Bilder auf sina.com)


(mehr Bilder auf sina.com)
09.02.2009
Letzter Abend des chinesischen Neujahrs
Wildes Trommelfeuer findet heute Abend vor unserer Wohnung statt. Es ist der letzte Tag des chinesischen Neujahrsfestes und die letzten Böller werden noch schnell weggeballert. Ab morgen herrscht wieder Feuerwerksverbot. Endlich.
08.02.2009
Kleine Bewegungen
Gestern Abend konnte ich zum ersten Mal fühlen, wie sich unser Baby bewegt hat. Zwar noch schwach aber schon spürbar. Diese Woche wollen wir ins Krankenhaus gehen für die nächste Runde an Vorsorgeuntersuchungen.
06.02.2009
Bill Gates bei TED
Interessanter TED-talk (Februar 2009 in Long Beach) von Bill Gates über die Bekämpfung von Malaria und die Verbesserung der Lehre an Schulen. Interessant ist es wie ähnlich sich die Lehrervereinigungen in den USA und in Deutschland sind und wie sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass ihre Lehrleistung ermittelt oder bewertet wird.
05.02.2009
I am QQ

Eine Premiere muss ich feiern: mein erster kostenpflichtiger Virenscanner. Bisher bin ich eigentlich immer gut mit den kostenlosen Angeboten gefahren, doch um bei der Arbeit up-to-date und v.a. gut unterrichtet zu sein musste ich QQ installieren. QQ ist das chinesische Instant Messenger Program. Der Verbreitungsgrad ist gigantisch und vermutlich ist es der weltweit populärste Messenger, obwohl in außerhalb Chinas keiner kennt. Völlig zu Recht, denn die älteren Versionen waren auf nicht-chinesischen Rechnern kaum zu gebrauchen (keine Unicode Unterstützung und massive Kompatibilitätsprobleme).
QQ 2009 English ist deutlich besser geworden und funktioniert auf meinen Computern wunderbar. Die Internationale Homepage präsentiert sich inzwischen aufgeräumt und modern. Trotzdem bin ich vorsichtig, denn ich betrachte QQ weiterhin als Virenschleuder. Daher habe ich gleichzeitig den Virenschutz verbessert, sicher ist sicher.
04.02.2009
Prof. Gao
Judith musste dringend etwas einscannen und da noch viele Geschäfte rund um die Uni geschlossen sind, habe ich ihr gesagt sie kann den Scanner in meinem Büro benutzen. Auf dem Weg dorthin hält uns ein alter Mann an und fragt uns: "sprechen Sie deutsch?". Offensichtlich hat er uns Deutsch sprechen hören und wir unterhalten uns mit ihm. Er hat 1936 an der Tongji Universität Deutsch gelernt und auch in Deutschland studiert. Sein Deutsch ist wirklich noch sehr gut. Als Prof. für das Vermessungswesen hat er lange Zeit an meiner jetzigen Uni gelehrt. Er sagte uns, dass er die Deutsche Sprache liebe und weiterhin pflege, obwohl er schon über 90 Jahre alt ist. Eine beeindruckende Begegnung und ich hoffe ich kann ihn bald auf dem Campus wiedersehen.
02.02.2009
Wochenende
Samstagabend schauten Sami und seine Freundin Anne vorbei. Höchste Zeit den Whiskey den ich aus Deutschland mitbrachte zu vernichten. Für Anne habe ich einen chinesischen Weißwein bei Carrefour besorgt, der überraschend gut war. Vielleicht etwas zu süß. Daneben haben wir noch eine ordentliche Portion Käse und Unmengen von Erdnüssen verputzt.
Sonntagmittag waren wir mit meinem Prof. und seiner Familie zum Mittagessen verabredet. Er hat uns in ein gutes Restaurant eingeladen. Seine Tochter hat nächstes Jahr ihre Gaokao-Prüfung. Die Prüfung entscheidet über die Zulassung an die Universität und ist von allerhöchster Bedeutung für chinesische Familien, so dass dies natürlich auch Thema war.
Zum Abendessen sind wir dann zu Jingjins Eltern gefahren. Von unserer neuen Wohnung geht ein Bus direkt bis zu ihren Eltern. Seitdem wir die Verbindung entdeckt haben, brauchen wir nur noch ca. 40 Minuten.
Sonntagmittag waren wir mit meinem Prof. und seiner Familie zum Mittagessen verabredet. Er hat uns in ein gutes Restaurant eingeladen. Seine Tochter hat nächstes Jahr ihre Gaokao-Prüfung. Die Prüfung entscheidet über die Zulassung an die Universität und ist von allerhöchster Bedeutung für chinesische Familien, so dass dies natürlich auch Thema war.
Zum Abendessen sind wir dann zu Jingjins Eltern gefahren. Von unserer neuen Wohnung geht ein Bus direkt bis zu ihren Eltern. Seitdem wir die Verbindung entdeckt haben, brauchen wir nur noch ca. 40 Minuten.
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