Eigentlich versuche ich in China nicht mehr als eine Sache am Tag zu erledigen, da erwartungsgemäß alles immer viel länger dauert als angenommen. Heute machte ich von der Regel jedoch eine Ausnahme. In der Mittagspause eröffnete ich zunächst ein Konto bei der größten Bank der Welt (nach dem Zusammenbruch der Ami-Banken): der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). Natürlich dauerte das deutlich länger als angenommen. Die Formulare mussten mehrmals ausgefüllt werden und trotzdem haben sie es geschafft meinen Namen falsch zu schreiben. Das neu eröffnete Konto wurde wieder gelöscht und ein neues Konto, diesmal mit dem richtigen Namen eröffnet. So ähnlich läuft jeder Bankbesuch ab, nichts ungewöhnliches also.
Danach gingen Jingjin und ich zur Polizei. Als Ausländer muss man ja immer schön seinen Aufenthaltsort mitteilen. Da wir vor dem Frühlingsfest von der Polizei weggeschickt wurden (Keine Zeit), erledigten wir dies eben jetzt. Nach kurzem Hin- und Her wurde unser Anliegen auch bearbeitet. Zunächst war man allerdings der Meinung ich wäre völlig falsch und die Uni würde das übernehmen. Nachdem wir dann erklärten, dass ich kein Student bin sondern Angestellter dere Uni und auch nicht im Wohnheim wohne, wurde das entsprechende Formular ausgefüllt. Natürlich hatte ich kein Passphoto dabei, doch der Polizist war damit einverstanden, dass Jingjin alleine ein Photo vorbeibringt, so dass ich arbeiten gehen konnte. Ich war ja auch nur zwei Stunden zu spät dran.
Nach Feierabend waren wir noch Haare schneiden und konnten tatsächlich eine Schwimmmütze kaufen. Diese brauche ich, damit ich im Hallenbad schwimmen gehen kann. Soviel Dinge habe ich in China selten an einem Tag erledigt bekommen. Lief auch ja (fast) problemlos.
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