09.04.2009

Das versteh wer will

Es ist mal wieder Bewerbungsschluss für einen Projektantrag. Diesmal bewerbe ich mich erneut bei der China-Postdoctoral Foundation. Dieses Jahr gibt es eine gesonderte Ausschreibung für die letztjährigen Stipendiaten. Ich habe alle Formulare ausgefüllt, was mühsam war, da das vorgeschriebene Word-Dokument gespickt mit Makros ist und nicht auf meinen Computern laufen will. Also musste ich auf dem Computer meines Kollegen arbeiten.

Heute geht es ans kopieren. Zehn Versionen sind abzugeben. Ich habe eine Studentin beauftragt alles zehnmal zu kopieren und habe mich selbst auf den Weg gemacht, um das Deckblatt zu kopieren. Das Deckblatt muss, um alles unnötig kompliziert zu machen, auf einem besonders dicken Papier gedruckt werden. Also geh ich in den Copyshop. Der gute Mann sagt mir, dass würde nicht gehen, er müsse auf dieses Papier drucken und könne nicht kopieren. OK, also geh ich zurück, kopier das pdf-File auf meinen USB-Stick und gehe zurück in den Laden. Jetzt geht es nicht, da ich pdf verwende, man aber an dem Dokument etwas ändern müsse.

Also gehe ich wieder zurück, kopiere das Worddokument auf den Stick und komme wieder. Jetzt ist die Chefin zurück und wurstelt an dem Dokument rum. Sie wechselt auf A3 und kopiert alles auf die rechte Seite. Hätte man zwar auch einfacher machen können, aber OK. Sie druckt es aus und der Drucker frisst das spezielle Papier. Super. Aber der Boss hat auch gleich eine Lösung. Man könnte das ganze doch einfach kopieren. Das klappt wunderbar.

Das sind die Momente, an denen man alle um sich herum für Primaten hält. Das hätte man doch auch sofort machen können. Das Deckblatt auf die rechte Seite eines A3 Blattes zu kopieren ist wahrlich kein Hexenwerk und das hat ja auch sofort geklappt, ganz im Gegensatz zu dem ewigen gewurstel mit Word.

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