China steht im Mittelpunkt der Berichterstattung. Reihenweise folgen Berichte über China. Mit der Zahl der Berichte und der Berichterstatter sinkt aber auch zugleich die Qualität. Bietet Adrian Geiges vom Stern oft ganz gute
Hintergrundberichte, landen nun die Dilettanten, die sich dessen auch nicht einmal mehr schämen.
Jens Fischer vom Stern landet in Peking und ist erfreut über die vielen Helfer. Leider ist er auch recht unselbstständig. Er hat aber auch mehr Pech als
Christian Gödecke vom Spiegel. Während Herr Gödecke mit seinem stummen (sprich: nicht Englisch oder Deutsch sprechenden Taxifahrer) zum Hotel findet, hat Herr Fischer größere Probleme das Hotel zu finden, bzw. finden zu lassen. "Journalismus" auf Reiseblogniveau bietet Herr Fischer. Zitat:
noch weiß ich nicht viel über diesen Moloch, kenne die Wege zu meinen Arbeitsstätten nicht und gegessen habe ich auch noch nichts
Naja, bei so viel stolz auf die eigene Ahnungslosigkeit erwarten uns interessante Berichte. Vermutlich die üblichen Berichte recherchefauler Spesenritter: Chinesen essen alles (auch Hunde), in den Apotheken gibt es merkwürdiges zu kaufen, Internetzensur (kann man sogar vom Hotelzimmer aus recherchieren), Erziehungskampagne der Regierung vor und während der Olympischen Spiele, Smog und die wegen der Neubauten vertriebenen Pekinger. Aber selbst recherchieren ist ja so schwer. Denn:
aber wer kann schon chinesisch?
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