31.12.2008

Gemeinsames Abendessen der Radargruppe

Gestern Abend lud unser Prof. zum Abendessen ein. Mit ungefähr 20 Personen, davon ca. 15 Studenten, ging es in ein neues Sichuan-Restaurant. Ein ehemaliger Student brachte zwei Flaschen Whiskey aus HongKong mit. Das Essen war sehr scharf und gut. Der Whiskey lockerte die Stimmung und die Studenten versuchten sich gegenseitig abzufüllen.

Die Studenten beim "Gan Bei"

27.12.2008

Fritz der Fisch

Unser neuer Mitbewohner ist Fritz der Fisch. Er lebt in der Spülwanne und stört mich jeden Tag aufs Neue wenn er versucht aus dieser zu entkommen. Fritz wartet auf sein blutiges Ende, denn natürlich schmeckt meiner Schwiegermutter zufolge nichts besser als frischer Fisch. Ihr verdanke ich den neuen Untermieter, denn Jingjin muss natürlich gesund Essen.

Fritz der Fisch

26.12.2008

Weihnachtspizza

In Papa John's Pizza gibt es die beste Pizza in Wuhan. Papa John ist neu und auch ein bisschen teuer, die Pizza kostet nämlich auch so ca. 8 Euro, aber es gibt dort eine brauchbare Pizza. Vielleicht hatte ich auch schon zu lange keine Pizza mehr und bin deshalb nicht mehr besonders verwöhnt, aber ich fand die Pizza dort heute ziemlich lecker. Abends sind wir zusammen mit Sonja zum ersten Mal in das neue eröffnete Pizzarestaurant gegangen. Obwohl wir recht spät hin sind, gab es noch eine lange Warteschlange und wir mussten ca. 30 Minuten warten. Eigentlich ist das nicht so mein Ding, aber das Warten hat sich gelohnt.

Peperoni Pizza

Chinas Superpostdocs

Mein Antrag auf Förderung eines Postdoc-Projektes ist tatsächlich durchgegangen. Nachdem ich den Antrag mit Hilfe von Jingjin und Studenten auf Chinesisch verfasst hatte, hatte ich eigentlich nicht viel Hoffnung, dass er genehmigt wird. Eine spätere Rückübersetzung des Antrags ins Deutsche förderte haarsträubende Übersetzungsfehler zu Tage, die mir in der Hektik vorher nicht aufgefallen waren. Im Antrag arbeite ich z.B. konsequent mit Echtzeit-SAR-Bildern, was auch immer das sein mag. Von der Übersetzung und einigen Stilblüten abgesehen, war es jedoch kein schlechter Antrag und die Reviewer hatten offensichtlich Gnade vor Recht ergehen lassen. Insgesamt haben 231 PostDocs eine Förderung über 50.000 RMB erhalten, 1114 Postdocs (darunter ich) erhalten 30.000 RMB. Die Förderquote ist sehr gering, nur 15 Postdocs der Wuhan University wurden berücksichtigt und ich bin der Einzige der Wuhan University aus dem Bereich Vermessungswesen.

Mein Büro

Der Anruf gestern, bei dem mir die freudige Nachricht überbracht wurde war sehr interessant. Die Anruferin hat sich v.a. dafür eingesetzt, dass ich mich bei Frau Wang vom Postdoc-Büro bedanken soll, da sie sich anscheinend sehr für mich ins Zeug gelegt hat und in Peking nochmal extra ein oder zwei gute Wörter für mich eingelegt hat. Darüber hinaus hieß es, dass 30.000 ja sehr schön sind, man sich davon auch ordentlich was leisten kann (soviel zum Thema Projektmittel) und das ich auch keinen Abschlussbericht abgeben müsse. Ja, so hat man das gerne und da kann sich die DFG ruhig mal ein paar Scheiben von abschneiden.

Natürlich bin ich heute gleich ins Postdoc-Office gegangen und hab mich bedankt und ein paar Weihnachtsgeschenke mitgebracht. Für Frau Wang habe ich mich nicht lumpen lassen und eine große Packung Ferrero Rocher (kostet hier 10 Euro) auf den Tisch gestellt.

25.12.2008

Hotpot zu Weihnachten

Nachdem wir uns gestern schon ziemlich voll gefressen haben, ging es heute gleich weiter. Zunächst mal mussten wir beide jedoch früh raus, da ich zur Arbeit musste und Jingjin in die neue Wohnung um den Handwerkern die Tür zu öffnen. Nach einer so kurzen Nacht so früh aufstehen, da war Jingjin alles andere als glücklich.


Abends ging es dann zum Hotpot-Essen mit Jingjins Eltern ins Kaiwei-Bierhaus mit selbsgebrautem Bier und All-You-Can-Eat Hotpot. Jingjin und ich waren schon früh da und haben einen Platz reserviert. Um die Wartezeit zu überbrücken haben Jingjin und ich schonmal angefangen mit dem Essen und haben so letztlich nahezu 3 Stunden Hotpot gegessen. Während des Ess-Marathons haben mich meine Mutter und mein Bruder angerufen und wir konnten uns gegenseitig ein schönes Weihnachtsfest wünschen. Pappsatt gingen wir nach Hause.


Jingjin erhielt einen Anruf vom Postdoc-Office der Uni, naja eigentlich galt der Anruf ja mir, aber da habe ich sie praktischerweise gleich als Übersetzerin eingespannt. Mein Antrag im Rahmen der 44. China Postdoc-Wissenschaftsprojekte wurde überraschenderweise genehmigt. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, aber das ist natürlich eine schöne Überraschung.

24.12.2008

Heiligabend in Wuhan

Was macht man an Heiligabend in Wuhan? Zunächst einmal arbeiten, allerdings habe ich mir erlaubt früher Feierabend zu machen. Danach haben wir kurz die kaputtgegangene Festplatte getauscht (nach nur einem Monat: super Qualität von Seagate). Danach sind wir auch schon frühzeitig ins Show&Tea gegangen um noch einen Platz zu bekommen. Für den Heiligenabend haben die Preise dort ordentlich angezogen. Wir haben uns das Weihnachtsset gegönnt und es hat auch ziemlich gut geschmeckt. Der Laden hat sich nach uns sehr schnell gefüllt und als wir fertig waren gab es schon eine riesige Warteschlange vor der Tür.

Essen im Show&Tea

In China feiert man ja bekanntlich kein Weihnachten, aber es ist zu einer Art zweitem Valentinstag geworden. Viele junge Paare waren im Restaurant und man kann überall Blumen und Luftballons kaufen. Viele Geschäfte haben auch Sonderpreise und Verkaufsaktionen, so dass die Straßen am 24. rappelvoll waren.

Luftballons zu Weihnachten

Nach dem Essen sind wir dann Abends zum Ausländerwohnheim der Uni gefahren. Einige Studenten haben zu Weihnachten eine kleine Party vorbereitet. Selbst zubereitetes Essen und ordentlich Bier sorgten für eine nette Stimmung. Auch Sami hat gekocht um den Geburtstag seines Landsmannes zu feiern.

Sami bereitet das Essen vor

23.12.2008

Notebook repariert

Mein Notebook ist zwar repariert und es ging flott und professionell, aber leider nicht unter Garantie. Zwar versprechen die Gauner von Acer eine einjährige Travellersgarantie, die aber nur gilt wenn man nicht länger als drei Monate im Ausland in dem der Schadensfall auftritt (definiert als Land außerhalb des Garantiebereiches) lebt oder vor hat zu leben. Daher war es kein Garantiefall und ich durfte 200 € für ein neues Motherboard bezahlen.

So gesehen kann man sich diese "Garantie" an den Hut stecken, denn auf Reisen lass ich mein Notebook kaum reparieren, sondern dass passiert doch eigentlich nur wenn man länger irgendwo vor Ort bleibt.

22.12.2008

Scheiß Wochenende

Im wahrsten Sinne des Wortes war das letzte Wochenende Scheiße. Brechdurchfall hat mir den Samstag ruiniert und auch am Sonntag bin ich vorsichtshalber zu Hause geblieben. Auch heute bin ich noch nicht wieder 100%-ig fit. Woher der Durchfall kam ist nicht so ganz klar, evtl. vom BBQ am Donnerstag. Davon abgesehen haben Jingjin und ich fast immer das Gleiche gegessen und sie hat keine Probleme.

Am Wochenende konnte ich daher auch nicht in der neuen Wohnung aushelfen. Die Schwiegereltern sind zum Putzen angerückt, obwohl ich eigentlich eine Putzfrau engagieren wollte. Kostet hier nicht viel und hätte sich bei dem Dreck auch gelohnt. Leider habe ich jetzt auch kein Photo von der Verschmutzung, denn die Wohnung ist jetzt sauber.

19.12.2008

Piratenabwehr auf Chinesisch

Teuere Schallkanonen, Sicherheitsberater und sonstigen Schnickschnack brauch der chinesische Seemann nicht. Aus aufgebrauchten Bierflaschen werden Molotowcocktails gebastelt und zur Piratenabwehr eingesetzt.

Bild schamlos von sina.com geklaut

Am 17. Dezember gelang Kapitän Peng auf diese Weise die Abwehr eines Piratenangriffs im Golf von Aden. Mittels Molotowcocktails und chinesischen Feuerwerk konnten die Angreifer eingeschüchtert werden. Geflohen sind sie nach der Ankunft eines Helikopters der Multinationalen Streitkräfte, nicht aber vorher wenigstens ein paar Schuhe von der Besatzung zu erpressen/erbeuten.

Wichtige Wörter für den modernen Zeitungsleser:

土燃烧瓶 - Molotowcocktail
海盗
- Pirat

18.12.2008

Computersorgen

Die Soundausgabe meines Notebooks ist schon seit einiger Zeit kaputt. Eine Neuinstallation half nichts, daher sind wir heute zum Acer-Servicedesk in Wuhan gegangen. Der Servicetechniker empfahl zuerst die Neuinstallation, nahm sich dann aber doch des Problems an. Er setzte eine neue Platte mit einem fertigen System ein und installierte Treiber wie wild. Nach zwei Stunden des Wartens, dann die Nachricht: der Computer ist kaputt, er weiß aber auch nicht was los ist. Super, dafür haben wir so lange gewartet. Jetzt ist die Kiste erstmal bei der Reperatur. Ich kann dem Service allerdings kaum die Schuld geben, es war durchaus vernünftig zunächst ein Softwareproblem auszuschließen und wenn er das Problem gleich behoben hätte, dann wäre es auch kostenfrei gewesen. So war es nur umsonst.

17.12.2008

Mietvertrag zur neuen Wohnung

Morgens bin ich erstmal zum Prof gegangen. Er hatte mir gleich die Bankkarte gegeben und ich ihm einen Stapel an Rechnungen zum unterschreiben und zur Abgabe bei der Finanzabteilung, damit ich mein Geld zurück bekomme. Er meinte dann aber, er braucht nochmal die Bankkarte, damit er das neue Geld auch überweisen kann... jetzt haben wir erst kein Geld.

Vor der Mittagspause sind Jingjin und ich dann zum Postdoc-Büro gegangen und ich habe den Mietvertrag unterzeichnet. Danach ging es zur neuen Wohnung. Der Vormieter war/ist eine ziemliche Sau. So ist die Wohnung zwar OK und auch mehr oder weniger besenrein, aber die Küche ist in einem saumäßigen Zustand. Die Herdplatte ist so verdreckt, dass wir vom Hausmeister gleich eine neue bekommen haben. Die Küche ist wirklich furchtbar schmutzig. Jingjin und ich sind nun wirklich nicht empfindlich und sind manchmal auch putzfaul, aber dass ist schon der Hammer. Das Öl und Fett hängt wirklich überall. Die Eingangstür ist auch kaputt und das Bett ist ziemlicher Mist. Auch müssen wir uns einiges anschaffen was vorher im Mietpreis enthalten war: Kühlschrank, TV, Kleiderschrank und Sofa. Da wir die alte Wohnung auch noch 2 Monate lang haben, können wir in aller Ruhe einkaufen und umziehen, was ganz angenehm ist.

16.12.2008

Neue Wohnung

Heute mittag waren wir im Postdoc-Büro um unsere neue Wohnung zu beantragen. Zwar ist unsere jetzige Wohnung schön und mit 1300 RMB pro Monat auch nicht zu teuer, aber die Wohnung in der Uni bekommen wir für 200 RMB und können diese sogar über Projektmittel bezahlen, d.h. die Wohnung ist mehr oder weniger umsonst. Der Vormieter ist zwar noch am ausziehen, aber wir schauen uns die Wohnung schon mal an. Sie ist zwar nicht so schön wie unsere alte Wohnung und das Bad und die Küche sind wirklich sehr klein, aber im Großen und Ganzen ist die Wohnung in Ordnung. Die Lage ist ruhig und nicht zu weit weg vom Schuß. Ein Supermarkt ist in der Nähe und die BBQ Straße Guang-Ba-Lu ist gleich ums Eck.

Letzter Tag für die Projektmittel des Jahres 2008

Heute ist der letzte Tag um meine Projektmittel für 2008 auszugeben. Die gesammelten Rechnungen will ich morgen meinem Prof. geben. In der Zwischenzeit ist auch das Geld vom 985-Projekt auf dem Konto, allerdings konnte mir mein Prof. die Karte noch nicht zurückgeben, da ich ihm heute nicht begegnet bin. Dafür aber seiner Frau, die Jingjin und mir gleich zur Schwangerschaft gratuliert hat.

Beim einkaufen Abends dann der Schock, wir haben kaum mehr Geld auf dem Konto und können die Rechnung nicht bezahlen. Peinlich... die andere Bankkarte hat mein Prof. noch, so dass wir unverrichteter Dinge abziehen müssen. Damit fällt der letzte Einkauf für das Projekt leider flach.

15.12.2008

Das Geld kommt auch gerade rechtzeitig

Wie schon in der Überschrift vermerkt, dass Geld kommt genau richtig, denn Jingjin ist nämlich schwanger. Natürlich wissen wir es schon eine Weile, die entsprechenden Blogposts habe ich jedoch noch nicht veröffentlicht. Hier nun eine Linkliste der fehlenden Postings:

Im Krankenhaus-Supermarkt
Jingjin gibt ihren Job auf
Schwangerschaftskurs und andere bürokratische Hindernisse
Vorsorgeuntersuchung
Stempel der Danwei
Kommunikationsprobleme

Hurra ich bin exzellent, oder so...

Mein Lohnzuschuss, gefördert vom 985-Programm Chinas, wurde genehmigt und mir dadurch eine saftige Gehaltszulage gegönnt, die ich als Einmalzahlung erhalten soll. Das 985-Programm ist Chinas Exzellenz-Initiative. Im Gegensatz zum politischen Kinderfaschingstheater der deutschen Initiative, gibt es hier für ausgewählte Universitäten gleich Geld für 30 Jahre. Jetzt muss ich nur noch warten bis das Geld auch endlich auf meinem Konto ist. Um die Sache zu beschleunigen überweist die Uni das Geld an meinen Prof. und er dann an mich. Daher habe ich ihm heute meine Bankkarte gegeben.

14.12.2008

Kommunikationsprobleme

Gestern hatte meine Oma Geburtstag und neben meinen Geburtstagsgrüßen wollte ich ihr auch sagen, dass sie erneut Ur-Oma wird. Leider hat sie kein Wort verstanden, nicht dass ich Chinesisch geredet hätte, nein sie ist sehr schwerhörig. Nachdem ich zum dritten oder vierten Mal in den Telefonhörer brüllte: "Jingjin ist schwanger" und sie dann antwortete, "Hauptsache du hast Arbeit und euch geht es gut" (?), habe ich mich entschieden aufzugeben. Später auf ihrer Feier konnte es ihr dann erklärt werden, worauf sie mich heute gleich anrief und nochmal nachfragte. Diesmal hat sie alles verstanden.

13.12.2008

Visumfeier

Gestern feierten wir Samis Visum. Er ist zurück aus HongKong, tatsächlich mit neuem Visum. Zusammen mit einigen seiner Landsleute und alten Freunden. Tatsächlich sind noch reichlich viele alte Kollegen in China und arbeiten z.B. in der Botschaft in Peking oder als Sportreporter für Al-Jazirah. Nachdem wir den Wodka gemeinschaftlich vernichtet haben sind wir noch ins Vox gegangen.

10.12.2008

Visitenkarten

Nach der Arbeit ging ich zu dem kleinen Laden in dem ich meine neuen Visitenkarten drucken lasse. Dort habe ich mir die Druckvorlage angesehen, einige Schreibfehler verbessert und mein OK gegeben. Dann sagt mit die Chefin, dass der Preis den wir gestern vereinbart haben nicht OK sei. Ich dachte sie will mich verarschen und da ich nur die Hälfte verstanden habe war ich etwas sauer. Jingjin hat dann am Telefon übersetzt und es hat ziemlich lange gedauert bis ich kapiert habe, dass sie den Preis nicht verdoppeln will wie ich zuerst dachte, sondern dass es nun statt 32 nun 35 RMB kosten soll, da sie eine Farbe mehr im Druck verwenden müssen. Wegen diesen Peanuts habe ich wirklich zu lange rumgezickt. Ich habe mich dann entschuldigt, denn die Sache war mir peinlich. Ich dachte sie wolle 35 RMB pro Box, also 70 RMB statt den 32 RMB die wir gestern vereinbart hatten. Ich muss noch viel lernen....

Stempel der Danwei

Damit wir unser Kind auch bekommen dürfen, bzw. damit es nach chinesischem Recht legal ist, brauchen wir eine Genehmigung. Heute habe ich mir den Stempel der Uni geholt. Das ging recht einfach und schnell. Die Personalerin fand das Klasse und ist gleich zum derzeit "diensthabenden" Chef gerannt. Der hat das Dokument blitzschnell unterschrieben und kam dann zurück um sich kurz mit mir zu unterhalten. Jetzt muss noch Jingjins Danwei stempeln und dann können wir die Genehmigung beantragen. Wer die Bürokratie hier kennt, der weiß wie gut er es in Deutschland hat.

09.12.2008

Vorsorgeuntersuchung

Zur Vorsorgeuntersuchung sind wir diesmal wieder in das kleinere, privatere und leider auch etwas teurere Krankenhaus gegangen. Jingjins Ärztin dort ist aber sehr nett und ich musste ihr versprechen sie nach der Geburt zu uns zum Essen einzuladen. Die Tests sind alle Ok, allerdings durfte ich nicht mit zur Ultraschalluntersuchung, sondern musste draußen warten.

Nach der Untersuchung waren wir natürlich erleichtert, denn obwohl es keinen Grund gab, macht man sich ja doch immer Sorgen. Gemeinsam haben wir dann noch eine elektrische Heizung gekauft, denn obwohl das Wetter zur Zeit noch recht warm ist, der Winter kommt bestimmt.

08.12.2008

Schwangerschaftskurs und andere bürokratische Hindernisse

Am Wochenende haben wir uns zum ersten Mal näher mit den bürokratischen Hindernissen einer Geburt in China beschäftigt. Dank Ein-Kind-Politik kann man natürlich nicht so einfach ein Kind bekommen, man muss eine Genehmigung bekommen. Zunächst muss Jingjin unsere Hochzeit im Familien-Hukou eintragen lassen. Ein HuKou ist das Meldebuch mit allen wichtigen Eintragungen. Es entschied früher wer auf dem Land und wer in der Stadt leben darf und hat auch weiterhin eine enorme Bedeutung.

Außerdem brauchen wir natürlich eine Genehmigung der Danwei (z.B. Firma), dass wir ein Kind haben dürfen. Doch zunächst muss Jingjin einen Schwangerschaftskurs absolvieren, damit sie ein entsprechendes Zertifikat erhält. Der Kurs ist heute und morgen, aber da sie das Zertifikat schon heute bekommen hat wird sie morgen nicht gehen. Im Kurs ging es um die gesunde Ernährung und Lebensführung während der Schwangerschaft. Ganz nützlich und durchaus sinnvoll. Allerdings haben manche auch einfach ihre Eltern, also die zukünftigen Großeltern, zum Kurs geschickt. So genau nimmt man es dann ja auch wieder nicht.

03.12.2008

Masterprüfung

Heute morgen wohnte ich einer Masterprüfung bei. Der Student hielt seinen Vortrag, danach stellten die Prüfer die Fragen. Er hatte dann fünf Minuten Zeit die Antworten vorzubereiten. Danach haben sie über seine Noten diskutiert. Ich weiß jetzt allerdings nicht was für eine Note er bekommen hat. Ich selbst saß die meiste Zeit nur dumm rum, konnte aber in der Pause nochmal mit dem für Computer zuständigen Prof. über den neuen Computer diskutieren den ich will. Er meinte ich soll meinen Antrag auf Englisch schreiben, dass sei OK. Gesagt getan, jetzt muss ich nur noch Unterschriften sammeln für den Antrag, aber das ist hoffentlich kein Problem.